Erfolgscode von Warren Buffett geknackt

23. Dezember 2013, 18:01
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Die Renditen von Warren Buffett haben schon viele zum Staunen gebracht. Jetzt haben Experten sein Geheimrezept enthüllt

Anlegen wie Warren Buffett: Finanzexperten zeigen nun, wie das der US-Investor macht. Foto: AP

Wien - Seit fünf Jahrzehnten sorgt der US-Investor Warren Buffett für legendäre Renditen. Genauso lange sind Investoren seiner Erfolgsformel auf der Spur. Nun scheint diese geknackt - behaupten zumindest die Autoren einer Studie des US-National Bureau of Economic Research. Die Finanzexperten, die alle über fundiertes Fachwissen und akademischen Hintergrund verfügen, arbeiten für AQR Capital Management, eine Finanzfirma, die mehr als 90 Milliarden Dollar verwaltet. Sie haben Buffetts Bilanz seit 1964 unter die Lupe genommen, als er Berkshire Hathaway übernahm. Ihre Formel besteht aus mehr als zwölf Einzelkomponenten und lässt sich in zwei Teile unterteilen, berichtet das Wall Street Journal Deutschland.

Der erste Punkt: "Fokus auf günstige, sichere, hochwertige Aktien". Also jene, deren Volatilität unter dem Durchschnitt liegt und die niedrige Kurs-/Buchwerte aufweisen - deren Bilanzwerte sich also in der Börsenbewertung nicht voll widerspiegeln. Darüber hinaus suchten die Analysten nach Aktien von Unternehmen, deren Gewinne mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit wachsen und die einen bedeutenden Teil ihres Gewinns als Dividende ausschütten.

Der zweite Teil der Formel machte es den Experten nicht so leicht. Denn, man solle in diese Aktien "on margin" investieren - also: mit geliehenem Geld so viel Aktien wie möglich kaufen. Um eine langfristige Rendite wie Buffett zu erreichen, muss laut der Studie das Portfolio zu 60 Prozent fremdfinanziert sein. 160 Dollar an "billigen, sicheren, hochwertigen Aktien" stünden dann 100 Dollar Depotwert gegenüber.

Das Portfolio von Berkshire Hathaway sei unter Buffett im Schnitt ähnlich stark gehebelt worden, sagt Andrea Frazzini von AQR, einer der Autoren der Studie und Finanzprofessor an der New York University. Laut Geschäftsbericht beläuft sich der Gesamtwert der Beteiligungen von Berkshire etwa auf das Doppelte des Nettowerts des Unternehmens. Der Hebel liege damit derzeit bei zwei zu eins - etwas über dem langfristigen Schnitt. (red, DER STANDARD, 24.12.2013)

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    foto: ap/nati harnik
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