Mozillas Asm.js nähert sich nativer Performance

23. Dezember 2013, 12:53
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Braucht im Schnitt nur mehr 1,5 mal so lang wie direkt erstellter C++-Code

Bei einem sind sich die großen Browserhersteller weitgehend einig: Das Web soll künftig als Anwendungsplattform ein deutlich wichtigere Rolle einnehmen, nicht zuletzt auch im mobilen Bereich. Nur beim Weg, um die dafür notwendige Performance zu erreichen, teilen sich die Meinungen.

asm.js

Mozillas Unterfangen in dieser Hinsicht heißt asm.js, und dieses hat in den letzten Monaten signifikante Fortschritte gemacht, wie das Unternehmen nun in einem Blog-Eintrag resümiert. So brauche mit emscripten für asm.js aufbereiteter C++-Code im Schnitt nur mehr 1,5-mal so lang wie wenn der Code "nativ" kompilierter worden wäre. Vor einigen Monaten war man erst beim Faktor 2 angekommen.

Optimierung

Die Beschleunigung ergibt sich vor allem aus einer Fülle von kleineren Maßnahmen, aber auch der eine oder andere größere Sprung ist mit dabei. Ein Beispiel hierfür sind aktuelle Optimierungen für Fließkommaberechnungen, aus denen sich eine signifikante Beschleunigung für entsprechende Aufgaben ergibt.

Browsersituation

Momentan unterstützt lediglich der Firefox asm.js direkt. Zwar können anderer Browser den Code auch über ihre normale Javascript-Engine durchführen, aber nicht mit der gleichen Performance. Bei Google hat man zwar schon mal lobende Worte für das Mozilla-Unterfangen gefunden, und sogar einen entsprechenden Test zum eigenen Benchmark Octane hinzugefügt. Zumindest derzeit sieht man die Zukunft aber im eigenen Portable Native Client und weiteren, klassischen Optimierungen an der Javascript-Engine des Chrome-Browsers. (red, derStandard.at, 23.12.13)

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    grafik: mozilla
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