Chemieunfall bei Bregenz: Acht Verletzte wieder aus Spital entlassen

23. Dezember 2013, 11:21
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Feuerwehr rechnete noch am Vormittag mit Entwarnung

Hard - Nach dem Chemieunfall in der Kleiderreinigungsfirma Berendsen in Hard bei Bregenz von Montagmorgen haben die Einsatzkräfte gegen 1.000 Uhr Entwarnung für die Anrainer gegeben. Die Aufräumarbeiten und die Klärung der Unfallursache waren noch im Gange. 

Nachdem die ätzende und stechend riechende Essigsäure mit dem Markennamen Ozonit abgepumpt und gesichert war, bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr mehr für die Anrainer.

Ein Behälter mit der Flüssigkeit war offenbar in der Nacht auf Montag leck geworden. Vier Mitarbeiter des Unternehmens sowie vier Feuerwehrmänner mussten nach Atembeschwerden und Hautreizungen vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert werden, konnten aber nach kurzer Zeit wieder entlassen werden.

Ätzender Dampf

Ein Betriebstechniker, der die Anlage hochfahren sollte, sowie ein Mitarbeiter der Firma, der gerade mit Ladearbeiten beschäftigt war, hatten gegen 3.00 Uhr den ätzenden Dampf im Gebäude entdeckt. Durch eine chemische Reaktion kam es auch zu Rauchentwicklung, die die Brandanmeldeanlage auslöste. Nach vorläufigem Ermittlungsstand ging die Gefahr von einem defekten Fass aus, bei dem vier Leitungen gebrochen sein sollen. Insgesamt vier Mitarbeiter der Firma waren nach Atembeschwerden ins LKH Bregenz eingeliefert und untersucht worden.

Zwei der Mitarbeiter hatten geistesgegenwärtig noch die sogenannten Schutzblätter mitgenommen, um die Einsatzkräfte informieren zu können. Aus Dornbirn war ein Gefahrenschutzzug der Feuerwehr angefordert worden. Die vier Feuerwehrleute, die zuerst als Verletzte gemeldet worden waren, waren als erste mit Atemschutzausrüstung ins Gebäude gegangen. Als sie danach ihre Masken abgenommen hatten, hatten über starkes Brennen im Gesichtsbereich geklagt.

Großeinsatz

An dem Großeinsatz waren sechs Feuerwehren mit 15 Fahrzeugen und ca. 100 Mann, ein Gefahrenstoff-Sachverständiger der Landesregierung, die Polizei mit 5 Doppelpatrouillen und 10 Einsatzkräften sowie die Rettung mit mehreren Fahrzeugen und Helfern beteiligt. (APA, 23.12.2013)

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