"Do & Co für Raiffeisen gutes Geschäft"

22. Dezember 2013, 19:03
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Bei Do & Co reißen die Neuigkeiten nicht ab: zuerst die Allianz-Arena in München, jetzt der Ausstieg von Raiffeisen

Wien - Do & Co war für Raiffeisen "in den vergangenen zwölf Jahren ein gutes Geschäft und wir hatten einen guten Partner", sagte Attila Dogudan, Chef und Miteigentümer von Do & Co am Sonntag zum Standard. Nachsatz: "Wir redeten seit mehreren Monaten und es war ein fairer Deal" . Wie in einem Teil der Wochenendausgabe berichtet, hat die Raiffeisen Holding Niederösterreich/Wien ihre zwölf Prozent am Do & Co verkauft.

Zehn Prozent gingen zunächst an die UniCredit (München) mittels Return Equity Swaps. Es ist ein Finanzinstrument, sagte Dogudan. "Wir wollten Zugriff auf das Aktienpaket, weil es für uns Kapital für weitere Akquisitionen ist", argumentiert Dogudan. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Nur soviel ist bekannt: Do & Co kann bis 20. 12. 2014 diese 974.000 Aktien zum Preis von mindestens 30,80 pro Stück und höchstens 50 Euro pro Stück (aktueller Kurs: 38,49 Euro) von der Bank erwerben.

Die restlichen knapp zwei Prozent am Grundkapital des 1981 gegründeten Unternehmens übernahm die Attila Dogudan Privatstiftung (hielt zuletzt 40,9 Prozent an Do & Co). Die Papiere stehen Management- und Mitarbeiterbeteiligungen zur Verfügung. Bereits jetzt sind 47 Prozent der Aktien im Streubesitz.

Ausbau vom Demel

Im Zuge der Konsolidierungsstrategie hat Raiffeisen auch das Demel-Haus in der Wiener Innenstadt am Kohlmarkt 14 an die Privatstiftung von Dogudan verkauft. Bis auf das oberste Stockwerk war Do & Co bereits bisher Hauptmieter. Dogudan will daraus einen Demel-Flagship-Store machen. Die Verkaufsflächen und die Schauküchen sollen vergrößert werden. Zusätzlich sind weitere Veranstaltungsflächen geplant.

Erst Anfang Dezember gab Do & Co bekannt, dass man künftig in der Allianz Arena in München die Kulinarik übernehmen werde. Die Allianz Arena ist eines der größten Stadien Europas und Heimat der Fußballklus Bayern München sowie 1860 München.

Konkret wurde eine Tochter des Energieversorgers E.ON, die Arena One übernommen. Es ist der zweitgrößte deutsche Sport- und Eventcaterer, der bisher mit 500 Mitarbeitern für die gastronomische Versorgung der Allianz Arena verantwortlich war. Das Stadion hat ein Fassungsvolumen von 70.000 Menschen. Davon seien bis zu 5.000 VIPs. Do & Co habe viel gemeinsam mit den Bayern, man wolle für alle einen Mehrwert bringen. "Wir sind Fußballfans, das Engagement rundet unsere Kompetenz ab", erzählt Dogudan.

Beim Catering für die ÖBB, seit dem Start im April 2012 "ein Projekt mit Fragezeichen", das mehrere Millionen verschlang, sieht Dogudan ab 2014 "Land in Sicht". Gemeinsam mit der ÖBB werden Systeme für das Catering entwickelt, die "Kunden- und Abrechnungsfreundlich" sind. (Claudia Ruff, DER STANDARD, 23.12.2013)

  • Der Demel wird zum Flagship-Store ausgebaut. Attila Dogudan hat sich die Originalpläne des Palais besorgt und will es nun, da es im Besitz seiner Privatstiftung steht, entsprechend umbauen.
    foto: standard/fischer

    Der Demel wird zum Flagship-Store ausgebaut. Attila Dogudan hat sich die Originalpläne des Palais besorgt und will es nun, da es im Besitz seiner Privatstiftung steht, entsprechend umbauen.

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