Industrie steigt als Sponsor in Alpbach aus

22. Dezember 2013, 17:35
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Wirtschaft- und Arbeiterkammer werden die neuen Partner der Wirtschaftsgespräche

Wien – Beim Forum Alpbach stehen im kommenden Sommer entscheidende Änderungen bevor: Die Industriellenvereinigung steigt als exklusiver Partner der Wirtschaftsgespräche aus, bestätigt Franz Fischler, Präsident des Forum Alpbach, dem Standard. Der Grund ist, das Fischler die Wirtschaftskammer und die Arbeiterkammer als Partner eingeladen hat "und die IV erklärt hat, für sie sei es nur interessant, wenn sie Exklusivpartner sind", sagt Fischler.

Vor allem die Hereinnahme der AK dürfte die Industriellen stören. Für Fischler aber ist das ein Signal, "dass die Wirtschaft in Summe mehr ist als die IV und auch andere Bereiche dazugehören wie die Arbeitnehmer".  Die Veranstaltung werde darunter nicht leiden, ist Fischler überzeugt. Hauptziel werde es sein, eine neue "Wirtschaftsphantasie für Europa und Österreich“ zu entwickeln. Führende Industrielle würden weiterhin teilnehmen, darunter Claus Raidl, der Vizepräsident des Forum Alpbach.

Auch finanziell zahlt sich die Neuordnung offenbar aus: Dem Vernehmen nach wird sich die Unterstützung für die Wirtschaftsgespräche mehr als verdreifachen.

Ausgelöst wurden die Änderungen durch die Entscheidung, die Perspektivengespräche, denen in den vergangenen Jahren das Profil gefehlt hat, zu beenden. Dadurch soll auch das Programm gestrafft werden. "Es muss Perspektiven ja in allen Gesprächen geben“, betont Fischler. Bei den Perspektivengesprächen war die Wirtschaftskammer Hauptsponsor, die nun zu den Wirtschaftsgesprächen wechselt.

Neu dazu kommen Bildungsgespräche, die sich mit der Zukunft des Hochschulsektors beschäftigen werden. Sie ersetzen den Universitäten- und Fachhochschultag und finden vor den Technologiegesprächen statt. Die anderen Veranstaltungen bleiben alle unverändert bestehen, betont Fischler.

Zwischen Politischen Gesprächen und Wirtschaftsgesprächen soll im kommenden Sommer erstmals der neue Global Think Tank tagen. Dafür wird auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon erwartet. (Eric Frey, DER STANDARD; 23.12.2013)

  • Blick auf Alpbach in Tirol
    foto: apa/gindl

    Blick auf Alpbach in Tirol

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