Bewaffnete besetzten Zentrale von libyscher Telekommunikationsfirma

22. Dezember 2013, 08:55
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Internet in weiten Teilen Libyens mehrere Stunden ausgefallen

Tripolis - Nach der Besetzung des Sitzes von Libyens größtem Telekommunikationskonzern ist im Süden und Westen des Landes für acht Stunden das Internet ausgefallen. Mit Messern bewaffnete Demonstranten hätten am Samstag das Hauptquartier der Firma LTT in der Hauptstadt Tripolis gestürmt, wie LTT-Sprecher Mourad Bilal sagte. Die Mitarbeiter seien gezwungen worden, das Internet auszuschalten.

Einige Stunden später konnte die Libysche Telekom und Technologie (LTT) mittels eines "Plan B" das Netz wiederherstellen. Nach Angaben des Sprechers forderten die Demonstranten den Rücktritt von Ministerpräsident Ali Zeidan.

Außerdem kritisierten die Bewaffneten die Besetzung wichtiger Ölterminals im Osten des Landes durch örtliche Sicherheitskräfte, mit der diese ihre Forderung nach Autonomie für den Osten Libyens durchsetzen wollen. Infolge der seit Monaten andauernden Blockade ist die libysche Ölproduktion von knapp 1,5 Millionen Barrel pro Tag auf nur 250.000 Barrel gesunken. Für Libyen ist der Ölexport die wichtigste Einnahmequelle. (APA, 22.12.2013)

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