Polnische Dominanz in Engelberg

21. Dezember 2013, 16:39
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Erster Weltcupsieg von Jan Ziobro vor Landsmann Stoch - Niederösterreicher Diethart Vierter

Engelberg - Mit einer Überraschung endete am Samstag die erste von zwei Weltcup-Skisprung-Konkurrenzen vor der Weihnachtspause in Engelberg. Der 22-jährige Pole Jan Ziobro gewann vor seinem Landsmann Kamil Stoch sowie Anders Bardal (NOR) sein erstes Weltcup-Springen. Überraschend bester Österreicher war Thomas Diethart als Vierter. Gregor Schlierenzauer verlor mit Rang 27 allerdings das Gelbe Trikot um acht Punkte an Stoch.

Für den Niederösterreicher Diethart, der erstmals außerhalb Österreichs bei einem Weltcup am Start war, gab es allerdings trotz des nur um 0,3 Punkte verpassten ersten Podestplatzes Grund zum Jubel. Der 21-Jährige bestätigte den fünften Zwischenrang nach einem 129,5-m-Sprung nicht nur, sondern verbesserte sich mit 135,5 Metern sogar noch auf Platz vier. Zweitbester Österreicher wurde Qualifikationssieger Wolfgang Loitzl, der mit Rang acht sein bestes Saison-Resultat schaffte und ein kräftiges Lebenszeichen in Richtung Vierschanzen-Tournee (ab 28.12.) gab.

Der Chef sieht das Positive

Für Gregor Schlierenzauer bedeutete Rang 27 hingegen eine Enttäuschung auf jener Schanze, auf der er zuvor schon vier Mal gewonnen hatte. Der Tiroler verlor seine Weltcupführung an Weltmeister Stoch. Dies wäre also durchaus ein Grund, den Bewerb aus ÖSV-Sicht mit gemischten Gefühlen zu betrachten. "Ich sehe es positiv, weil wir mit der Neuaufstellung eine gute Entscheidung getroffen haben, besonders mit Diethart" resümierte Cheftrainer Alexander Pointner.

Auch mit Loitzl, von dem Pointner nach dem Sieg in der Qualifikation noch mehr erhofft hatte, Stefan Kraft (12.) und Andreas Kofler (14.) zeigte sich Pointner zufrieden. "Wir haben vier Leute unter den ersten 15 und das ohne Schlierenzauer und Morgenstern."

In Abwesenheit der Japaner, die Engelberg für einen Weihnachtstrip in die entfernte Heimat ausließen, gab es für die gastgebenden Deutschen wenig Grund zur Freude. Severin Freund stürzte, kam aber unverletzt davon. Erstmals im Olympia-Winter kam kein DSV-Athlet in die Top Ten, Andreas Wank war als 13. bester Deutscher. "Wir sind schlecht gesprungen. Heute ist alles schief gelaufen. Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend", bilanzierte DSV-Bundestrainer Werner Schuster ohne Wenn und Aber.

An der Spitze hingegen überzeugte Ziobro, der als Halbzeitleader bei besser gewordenen Bedingungen auf 141 m segelte und den Schanzenrekord egalisierte. (APA - 21.12. 2013)

  • Jan Ziobra, das neue Siegergesicht, und sein diesbezüglich schon etwas routinierterer Landsmann Kamil Stoch auf dem Engelberger Podest.
    foto: apa/epa/flüeler

    Jan Ziobra, das neue Siegergesicht, und sein diesbezüglich schon etwas routinierterer Landsmann Kamil Stoch auf dem Engelberger Podest.

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