IWF gibt neue Hilfstranche für Zypern frei

21. Dezember 2013, 11:04
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Nikosia hat schmerzhafte Reformen zugesagt, um die Wirtschaft zu stabilisieren und den Haushalt zu sanieren, jetzt fließen weitere 83 Millionen

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine weitere Hilfstranche für das krisengeplagte EU-Mitglied Zypern freigegeben. Wie der IWF am Freitag mitteilte, erhielt Zypern weitere 83,5 Millionen Euro. Insgesamt beteiligt sich die Organisation mit einer Milliarde Euro an dem auf drei Jahre angelegten Hilfsprogramms in Höhe von insgesamt zehn Milliarde Euro.

Die Organisation in Washington teilte mit, die Entscheidung zur Freigabe der Hilfstranche sei nach der zweiten Überprüfung der Fortschritte bei dem Reformprogramm erfolgt, das im Gegenzug für die Finanzhilfen vereinbart worden war. Nikosia hat schmerzhafte Reformen zugesagt, um die Wirtschaft zu stabilisieren und den Haushalt zu sanieren. Insbesondere willigte die Regierung ein, den in Schieflage geratenen Bankensektor zu verkleinern.

Die IWF-Generaldirektorin Christine Lagarde erklärte, die Behörden hätten "bedeutende Fortschritte" bei der Stabilisierung des Finanzsektors gemacht. Zwar habe sich die Wirtschaft etwas besser als erwartet entwickelt, doch sei die Perspektive weiter schwierig, und es blieben erhebliche Risiken. Die internationale Gläubiger-Troika aus dem IWF, der EU und der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten, dass die zypriotische Wirtschaft dieses Jahr um 7,7 Prozent schrumpft. (APA, 21.12.2013)

  • Zypern könne auf bedeutende Fortschritte verweisen, so die Kontrollore.
    foto: ap/karadjias

    Zypern könne auf bedeutende Fortschritte verweisen, so die Kontrollore.

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