Beifall für den frühen Schiele

20. Dezember 2013, 17:14
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Eine neue Publikation beleuchtet wenig beachtete Schaffens- und Lebensjahre

Egon Schiele ist einer jener österreichischen Künstler, deren OEuvre international längst hohe Anerkennung genießt: Seine Arbeiten erzielen Rekordpreise, angeführt von Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II), vormals Leopold-Museum (Sotheby's, London: 27,69 Mio. Euro). Und die Liste der ihm gewidmeten Publikationen wächst jährlich. Im März dieses Jahres veröffentlichte Christian Bauer (Egon-Schiele-Museum, Tulln) eine, die die wenig beachteten frühen Schaffens- und Lebensjahre beleuchtet: mit einer kunsthistorischen Neubewertung der Werkphase bis 1909 und der Veröffentlichung eines Skizzenbuches; mit Einblicken in das Privatleben, die erste große Liebe (Margarete Patronek) und den Einfluss der väterlichen Bibliothek auf das Weltbild des Künstlers. Jetzt erntete das zweisprachige Buch auch internationalen Beifall: Die amerikanische Onlinezeitung Huffington Post nahm es (auf Platz 23) Mitte Dezember in Liste der 30 weltweit besten Kunstbücher des Jahres 2013 auf. Chapeau! (kron, Album, DER STANDARD, 21./22.12.2013)

Christian Bauer (Hg.), "Egon Schiele. Der Anfang" (D/E). € 35,90 / 224 Seiten. Hirmer, 2013.

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