Ein Döschen für die Modedroge

20. Dezember 2013, 17:13
posten

"Meissener Tabatieren des 18. Jahrhunderts"

Tabatieren des 18. Jahrhunderts waren mehr als nur Behältnisse für die bei eleganten Damen und galanten Kavalieren beliebte Modedroge Tabak. An den ehemals in der Meissener Porzellanmanufaktur kreierten schätzt die weltweit verstreute Sammlergemeinde den Einfallsreichtum genialer Modelleure und Bildhauer, hochspezialisierter Maler und bedeutender Goldschmiede. Dazu dokumentieren diese Preziosen die Strömungen des Stilwandels und gewähren Einblick in das damalige höfische Leben. Ein Themengebiet, das durchaus eine eigene Publikation verträgt. Einer solchen nahm sich Röbbig (München), der für frühe Porzellane bekannte Kunsthandel, an: mit umfangreichen Essays namhafter Experten, die die Entstehungsgeschichte der Schnupftabakdosen, die Funktion und Verwendung des Tabaks sowie Einzelaspekte rund um die kostbaren Behältnisse beleuchten. Ergänzt um nach Darstellungsgenres geordnete Tabatieren und sogar chronologische Arbeitsberichte der Meissener Modelleure und Porzellanmaler. (kron, Album, DER STANDARD, 21./22.12.2013)

Röbbig (München) (Hg.), "Meissener Tabatieren des 18. Jahrhunderts". € 51,30 / 432 Seiten. Hirmer 2013

Share if you care.