Bestechende Vielfalt im Hochzillertal

22. Dezember 2013, 16:55
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Mit der VIP-Gondel auf die Gourmet-Hütte oder Freeriden im Goldwald: Das Skiareal Hochzillertal besticht durch seine Vielfalt

Nehmen wir an, du willst deiner (oder deinem) Liebsten einen Heiratsantrag stellen und findest die perfekte Umgebung dafür: Bergidylle, völlige Abgeschiedenheit, romantische Musik und Champagner. Und dann kommst du drauf, dass du nur zwölf Minuten Zeit hast, um die magischen Worte auszusprechen.

Das ist der Haken an der neuen VIP-Gondel im Skigebiet Hochzillertal, die bei Bedarf in einer der beiden Umlaufbahnen eingehängt wird, die von der Talstation in Kaltenbach zum Skizentrum auf 1700 Meter Seehöhe führen. Im Stil eines 7er-BMWs umgebaut, bietet sie edle Ledersitze für zwei, ein perfektes Soundsystem, Navigation und viel Champagner. Die Ski werden vom reservierten Parkplatz zur Bahn getragen, und nach der Bergfahrt ist im Preis ein Gourmetfrühstück oder ein Mittagessen auf einer Nobelhütte inkludiert.

Das mag für manche der richtige Start in eine glückliche Ehe sein. Bloß darf man nicht in Panik verfallen, wenn sich die Bergstation nähert und man noch immer nicht über ein Stammeln hinausgekommen ist. Besser sind da jene Gäste dran, die mit der ungewöhnlichen Gondelfahrt nur etwas Spaß und Luxus zu zweit genießen wollen und dafür bereit sind, zwischen 150 und 190 Euro hinzulegen.

Am Eingang des Zillertals

Die VIP-Gondel mit ihrer augenzwinkernden Protzigkeit ist typisch für das Hochzillertal, das Vorzeigeareal der Schultz-Gruppe, das in den vergangenen Jahren stetig an Besucherfrequenz und internationaler Anerkennung gewonnen hat. Das am Eingang des Zillertals gelegene Gebiet spricht mit unterschiedlichen Angeboten verschiedene Zielgruppen an: hervorragendes organisiertes Skifahren für die Massen mit hohen Liftkapazitäten und breiten Carvingpisten, die bis in den Nachmittag halten; gute Kinderbetreuung für Familien; luxuriöse Berghütten mit kreativer Gourmetküche und hochkomfortablen Zimmern; und ein weiträumiges Freeride-Areal, das Stefan Wierer, der bekannteste Bergführer im Zillertal, als eines der besten in ganz Tirol bezeichnet. Denn die meisten Hänge auf dem kilometerlangen Bergrücken sind nordseitig, darunter der unter Freeridern besonders beliebte Goldwald, der so heißt, weil er parallel zur "Stefan-Eberharter-Goldpiste" ins Tal führt. Noch mehr Freiraum bieten die Gipfel rund um das kleine Hochfügen, das mit dem Hochzillertal verbunden ist.

Mit seinen - nach neuer, bescheidener Berechnung - 88 Pistenkilometern ist Hochzillertal/ Hochfügen etwas kleiner als die benachbarte Zillertal-Arena sowie das Penken/Rastkogel-Gebiet zwischen Mayrhofen und Lanersbach, die mit Zug oder Bus erreichbar sind. Schon die Zweitagespässe gelten für das gesamte Zillertal, einschließlich des Hintertuxer Gletschers.

Neue Sessellifte

Dafür wird im Hochzillertal mehr investiert als anderswo. In diesem Winter gehen zwei neue Sessellifte in Betrieb, die zwar kaum zusätzliche Pisten erschließen, aber die Kapazitäten erhöhen und die an sich schon kurzen Wartezeiten weiter reduzieren. Der Stolz des Skigebiets sind die beiden Luxushütten auf rund 2200 Meter Seehöhe: die Kristallhütte mit ihrer coolen Lifestyle-Atmosphäre und Prominentenszene und die Wedelhütte, die eher auf rustikale Eleganz setzt. Beide bieten herrliche Blicke auf die Zillertaler Bergwelt.

Die Kristallhütte erhielt heuer einen kantigen, komplett verspiegelten Zubau, der auffällt und sich gleichzeitig in die Berglandschaft einfügt; er enthält einen kleinen Wellnessbereich, einen Weinkeller und mehrere zweistöckige Suiten. Die Zahl der Zimmer auf beiden Hütten ist allerdings immer noch so klein, dass sie fast die ganze Wintersaison ausgebucht sind; kurzfristige Stornierungen werden über Facebook bekanntgemacht.

Die neue Firnhütte hat gar keine Zimmer, dafür aber eine spannende Küche und eine große Schirmbar. Und weil auch die Hochfügener nicht nachstehen wollen, haben sie auf der Holzalm auch ein modernes Restaurant mit Qualitätsküche eröffnet.

Die Talstation Kaltenbach ist ca. 20 Minuten von der A12-Autobahnabfahrt Wiesing entfernt. Die Zillertalbahn fährt von Jenbach los. Eine reguläre Tageskarte kostet 47,50 Euro, Sechstagespass 224 Euro. (Eric Frey, DER STANDARD, Album, 21.12.2013)

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Diese Reise wurde von der Schultz-Gruppe unterstützt.

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