David Alaba erneut Österreichs "Fußballer des Jahres"

20. Dezember 2013, 17:48
162 Postings

Bayern-Legionär zum dritten Mal hintereinander auf Platz eins gewählt

Wien - Die Trainer der tipp3-Bundesliga haben bei ihrer Wahl einiges riskiert. Es ist zwar recht wahrscheinlich, dass Alaba mit dem FC Bayern München nach dem europäischen Supercup, dem deutschen Double und der Champions League auch noch den Titel bei der Klub-WM in Marokko gewinnt. Das Finale in Marrakesch gegen Gastgeber Raja Casablanca muss aber erst gespielt werden. Und zwar am Samstag (20.30, ARD) in Marrakesch.

Bayerns Coach Pep Guardiola, als Trainer des FC Barcelona schon zweimal beim unnötigsten Turnier des Weltverbandes Fifa bekränzt (2009 und 2011), suchte seine Spieler mit schwachen Argumenten zu motivieren: "Das ist vielleicht eine einzigartige Gelegenheit." Eher wird doch erwartet, dass die Bayern in den nächsten Jahren noch öfter in die Verlegenheit kommen dürften.

Ebenso zu erwarten ist, dass Alabas dritter Triumph en suite bei der seit 1984 von der Austria Presse Agentur (APA) organisierten Fußballerwahl nicht der letzte gewesen sein wird. Er ist aber der erste, der einstimmig zugesprochen wurde. Von A wie Rieds Michael Angerschmid bis S wie Salzburgs Roger Schmidt - kein einziger Übungsleiter kam am 21-jährigen Wiener vorbei. Überraschungen gab es da und dort nur auf den Plätzen, wie bei Grödigs Adi Hütter, der den Rieder Robert Zulj als Nummer drei sah, oder beim Wiener Neustädter Heimo Pfeifenberger, der Rapids Louis Schaub auf das Podest hob.

Lob

Einhellig war das Lob für Alaba. "Die absolute Nummer eins" (Schmidt), "wie man sich einen Fußballer wünscht" (Hütter), "diese Wahl war die leichteste" (Angerschmied), "für sein Alter schon sehr, sehr weit" (WAC-Coach Dietmar Kühbauer), "unser einziger Weltklassespieler" (Admiras Walter Knaller), "ein sympathischer Bursch, der nicht abhebt" (Ex-Innsbrucker Roland Kirchler) - so schallte es aus dem Wald.

So gesehen muss sich Salzburgs Slowene Kevin Kampl, der vor seinem spanischen Klubkollegen Jonatan Soriano Rang zwei belegte, nicht als erster Verlierer fühlen. Für den zweiten Platz des 23-Jährigen traten fünf Trainer ein.

Des Siegers Demut

Alaba nahm seine dritte Kür - dreimal siegte auch Herbert Prohaska, einschlägiger Rekordler ist Ivica Vastic mit vier Wahlerfolgen - wie erwartet mit Demut zur Kenntnis: "Gewöhnen kann man sich an so eine Ehre nie, denn es gibt sehr viele gute Fußballer in Österreich."

Es gibt aber bisher keinen, der die Klub-WM gewinnen konnte, wenn sich auch Franz Hasil 1970 mit Feyenoord Rotterdam und Wolfgang Feiersinger 1997 mit Borussia Dortmund die begehrtere Vorgängertrophäe namens Weltpokal sicherten.

Alaba sieht die Klub-WM als "meine ganz persönliche WM", nachdem selbst er das Nationalteam nicht zur echten Endrunde nach Brasilien führen konnte. Der Gegner, Raja Casablanca, wirkt nicht ganz würdig, nützte aber seine Wild Card mit Siegen über Auckland (2:1), Mexikos Spitzenklub Monterrey (2:1 n. V.) und den brasilianischen Copa-Libertadores-Gewinner Atletico Mineiro samt Ex-Superstar Ronaldinho (3:1) schamlos aus. (APA, lü; DER STANDARD; 21.12.2013)

Endstand der Wahl zu Österreichs "Fußballer des Jahres 2013" (Punktevergabe: Erster 5 Pkt., Zweiter 3, Dritter 1):

1. David Alaba (Bayern München) 50 Punkte (10 erste Plätze)

2. Kevin Kampl (Red Bull Salzburg) 15

3. Jonatan Soriano (Red Bull Salzburg)11

4. Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew) 3

. Manuel Ortlechner (Austria Wien) 3

6. Philipp Hosiner (Austria Wien) 2

. Philipp Zulechner (Grödig) 2

8. Michael Liendl (WAC), Veli Kavlak (Besiktas Istanbul), Robert Zulj (Ried), Louis Schaub (Rapid) je 1.

Zur Wahl standen sämtliche Spieler der heimischen Bundesliga und ÖFB-Legionäre im Ausland. Die Trainer durften keine Spieler des eigenen Vereins wählen.

  • Erstmals in der Geschichte der Fußballer-Wahl von allen Trainern auf Platz eins gesetzt: David Alaba.
    foto: apa/jäger

    Erstmals in der Geschichte der Fußballer-Wahl von allen Trainern auf Platz eins gesetzt: David Alaba.

Share if you care.