Für die Tochter den rechten Gemahl: "Eine Hetz"

Ansichtssache19. Dezember 2013, 16:07
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Meint das der ORF ernst?  Ein Tiroler Ehepaar sucht für seine Tochter einen Mann zum Heiraten und spannt gleich die ganze Gemeinde dafür ein? "Stimmt, es klingt eigen", sagt Sendungschefin Stefanie Groiss zu "Ein Dorf sucht die Liebe", Freitag, 20.15 Uhr, ORF 1. "Aber es ist eine sehr charmante Sendung geworden."

foto: orf / tresor tv

"Das liegt vor allem daran, dass die Familie sehr schlagfertig und lustig ist. Es geht in Wahrheit nicht darum, der Tochter einen Mann zu suchen, weil die Eltern der Meinung sind, sie schafft es nicht alleine. Das ist speziell bei dieser Familie nicht der Fall."

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foto: orf / tresor tv

"Eltern wollen grundsätzlich, dass ihre Kinder hinausgehen in die weite Welt, etwas machen und erleben, aber gleichzeitig feststellen, wie sehr sie sie vermissen und sie gern näher bei sich hätten. Wir wollen das Naheverhältnis zwischen Eltern und Tochter nachvollziehbar machen. Und es ist eine Hetz, alle Beteiligten halten zusammen, die ganze Gemeinde spielt mit. Das Format nimmt sich auch nie ganz ernst", sagt Groiss.

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foto: showtime

Entwickelt wurde "Ein Dorf für die Liebe" von der israelischen Produktionsfirma Keshet, die etwa die Vorlage für die Showtime-Serie "Homeland" entwickelt hat. Das Format war heuer für einen International Emmy nominiert. Der ORF setzt das Format als erster Sender außerhalb Israels um. Der ORF pilotiert die Dokusoap, mittwochs wurden sie eingespart. Groiss: "Gesetzt den Fall, wir können reüssieren, werden wir Verlängerungen andenken". (prie, derStandard.at, 19.12.2013)

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