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SOS-Kinderdorf: Soforthilfe nach Taifun Haiyan

13. Jänner 2014, 00:00

Traumatisierte Kinder finden Schutz und Versorgung in SOS Child-friendly Spaces, wo sie von freiwilligen HelferInnen, TraumatherapeutInnen und PsychologInnen professionell betreut werden.

Es gibt kaum Schutz vor der Sonne in Tacloban. Die wenigsten Häuser und Bäume, die es vorher in der Region gab, stehen noch. Die Kinder sind müde und erschöpft, viele husten, der Rauch, der aus dem immer noch qualmenden Schutt aufsteigt, ist überall. SOS- Kinderdorf hat Child-friendly Spaces, eingerichtet, um die traumatisierten Kinder, deren Eltern vermisst, tot oder verzweifelt mit dem Wiederaufbau ihrer zerstörten Hütten und Häuser beschäftigt sind, aufzufangen. Eines der Kinder ist Maria. Am 8. November 2013 überlebte sie nur knapp den Taifun.

An eine Betonsäule im ersten Stock ihres Hauses geklammert, schaffte sie es, von den Flutwellen nicht weggeschwemmt zu werden. Während sie um das Überleben kämpfte, sah sie im Mangobaum neben ihrem Zuhause ihre Mutter. Dem Mädchen war klar, dass diese den Taifun nicht überlebt hatte. Maria, ihr Vater, drei Brüder und ihre Schwester standen nach der Katastrophe vor dem Nichts. In den kinderfreundlichen Zonen von SOS-Kinderdorf kümmern sich ausgebildete PsychologInnen um die Kinder. Ihrem Vater wird bei der Arbeitssuche unter die Arme gegriffen, damit er die Familie in Zukunft wieder erhalten kann.

5700 Todesopfer und 1700 Vermisste durch Haiyan

Haiyan forderte mehr als 5700 Todesopfer, bis heute gelten mehr als 1700 Menschen als vermisst. Als der Taifun über das SOS-Kinderdorf Tacloban hereinbrach, richtete er großen Schaden an, zum Glück blieben aber alle Kinder und MitarbeiterInnen verschont. Sie wurden evakuiert und konnten mittlerweile ins Kinderdorf zurückkehren.

SOS-Kinderdorf begann unverzüglich mit Soforthilfe-Maßnahmen, Kinder und Familien aus der Nachbarschaft wurden mit Medikamenten, Wasser und Lebensmitteln versorgt. Acht SOS Child-friendly Spaces wurden eingerichtet, dort werden die traumatisierten Kinder von freiwilligen HelferInnen sowie TraumatherapeutInnen und PsychologInnen betreut.

Nachhaltige Hilfe durch SOS-Kinderdorf

Mehr als 200 Familien konnten bereits in Notunterkünften untergebracht warden. SOS-Kinderdorf wird nun beim Wiederaufbau von Tacloban helfen. Momentan werden weitere temporäre Child-friendly Spaces, Schulen sowie Gesundheitsinitiativen eingerichtet. Langfristig wird SOS-Kinderdorf zwei Schulen wiederaufbauen sowie durch Familienstärkungsprogramme die Familien unterstützen, für ihre Zukunft sorgen zu können.

Bereits seit den 60er Jahren ist SOS-Kinderdorf auf den Philippinen aktiv. Schon vor Taifun Haiyan lebten 26% aller Menschen dort unter der staatlich festgelegten Armutsgrenze und leben deshalb unter erbärmlichen Bedingungen. Neben sieben SOS-Kinderdörfern, Kindergärten, Sozialzentren und medizinischen Zentren bietet SOS-Kinderdorf Familienstärkungsprogramme, arbeitet also auch präventiv mit Familien und Gemeinden.

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