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"Wir geben unsere Herzen!"

13. Jänner 2014, 00:00

"Viele Länder sind Haiti nach dem Erdbeben finanziell zu Hilfe gekommen", erklärt SOS-Mama Angeline lächelnd. "Wir geben unsere Herzen".

Das ist die Geschichte zweier starker Frauen, die sich mit ganzer Kraft und ganzem Herzen für Kinder einsetzen, die das Beben zu Waisen gemacht hat. SOS-Kinderdorf Mitarbeiter Graeme Burk besuchte die beiden und kehrte tief beeindruckt zurück.

Als Soforthilfemaßnahme nach dem Erdbeben hat SOS-Kinderdorf Haiti sofort hunderte Kinder in vorübergehenden Notunterkünften untergebracht. Die meisten konnten wieder zu ihren Eltern oder Verwandten zurückkehren. Von mehreren Hundert sind nach vier Jahren nur noch 113 Kinder übrig, die als Waisen in SOS-Kinderdorf Familien leben – zuerst waren sie in Zelten im SOS-Kinderdorf Santo untergebracht, derzeit in Mietwohnungen in der Umgebung von Santo, in Port-au-Prince. Noch in diesem Jahr werden sie ihr neues, dauerhaftes Zuhause beziehen, schöne neue Häuser, die in den haitianischen SOS-Kinderdörfern gebaut wurden, die meisten im neu errichteten SOS-Kinderdorf in Les Cayes, 200 km westlich von Port-au-Prince.

Auf die Frage an Weslene, die das SOS-Nothilfeprogramm in Haiti leitet, ob es nicht unheimlich schwer für Kinder sei, unter solch tragischen Umständen plötzlich eine "neue Familie" zu haben", bestätigt sie dies und betont, dass SOS genau aus diesem Grund SozialarbeiterInnen und speziell ausgebildete MitarbeiterInnen für diese Aufgabe bereitstellt, um den Kindern in dieser schwierigen Situation begleitend zur Seite zu stehen.

Unsere Aufgabe ist es, die Situation für die Kinder zu verbessern

Adef und Angeline sind zwei Frauen, die sich dieser herausfordernden Aufgabe "als SOS-Tanten" stellten – und die in dieser Funktion schon viele Rollen ausgeübt haben: "Wir sind LehrerInnen, Mütter, wir waschen, wir kochen", erklärt Angeline. "Wenn die Kinder krank sind, kümmern wir uns um sie. Wir sind all das für die Kinder. Unsere Aufgabe ist es, die Situation für die Kinder zu verbessern."

In den letzten drei Jahren gab es einige Schwierigkeiten. Einer der härtesten Momente für Adef war, als eines der Kinder nach einer langen schweren Krankheit verstorben ist. Das Kind, sagt Adef leise, hat sie sehr geliebt. Angeline erinnert sich an die andauernden Schwierigkeiten mit einem der Buben, der durch das Erdbeben schwer traumatisiert war und oft "ausgerastet" ist. Obwohl der Bub manchmal immer noch Ärger macht, hat sich die Situation schon sehr gebessert.

Du musst deine Zuneigung zeigen

"Zeit ist der beste Lehrer", sagte Angeline. "Wenn du Zeit mit den Kindern verbringst, wird alles besser." "Du musst deine Zuneigung wirklich zeigen.", ergänzt Adef. "Ich war nie zuvor eine Mutter, aber nun sehen mich die Kinder als ihre Mutter", meint Angeline stolz. "Jetzt haben sie eine Mama, bei der sie schlafen können."

Beide, Angeline und Adef, starteten kurz nach dem Beben, als die Kinder und Tanten in Zelten auf dem Fußballplatz des SOS-Kinderdorfs Santo leben mussten. Die Bedingungen in den ersten Tagen waren hart. Viele SOS-Tanten verließen SOS-Kinderdorf zu dieser Zeit. Aber Adef und Angeline sind geblieben. "Es war die Hilfe, die wir geben konnten", erinnert sich Angeline, die Lehrerin war, bevor sie sich dazu entschloss als SOS-Tante zu arbeiten. "Unsere Arbeit kommt von Herzen" sagt Adef. "Viele Länder sind Haiti nach dem Erdbeben finanziell zu Hilfe gekommen", erklärt Angeline lächelnd. "Wir geben unsere Herzen".


Mehr Informationen unter:
www.sos-kinderdorf.at/nachhaltig-helfen

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