Österreichischer Filmpreis: Vier Favoriten

18. Dezember 2013, 17:30
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Autorenprojekte dominieren bei den Nominierungen

Wien - Die Akademie des Österreichischen Films hat die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2014 bekanntgegeben. Unter den Anwärtern sind hauptsächlich Autorenfilme und viele Vertreter einer jüngeren Generation zu finden: So konkurrieren etwa Daniel Hösls schräges Frauenporträt Soldate Jeanette und Hüseyin Tabaks Migrantendrama Deine Schönheit ist nichts wert mit Götz Spielmanns Familienstudie Oktober November um die Trophäe für den besten Spielfilm. Katharina Mückstein steht mit ihrem Erstling Talea für die beste Regie zur Wahl - Tabak und Spielmann sind die weiteren Kandidaten.

Mit je fünf Nominierungen zählen diese beiden gemeinsam mit Antonin Svobodas Biopic The Strange Case of Wilhelm Reich und Gustav Deutschs malerischer, fiktiver Lebensgeschichte Shirley - Visions of Reality zum Favoritenfeld. Mehrfach nominiert sind auch Marvin Krens Alpinhorror Blutgletscher (viermal) und Anja Salomonowitz' Die 727 Tage ohne Karamo (dreimal). In der Kategorie bester Dokumentarfilm tritt diese Darstellung des Alltags binationaler Paare gegen Erwin Wagenhofers Bildungsdoku Alphabet - die 2013 meistgesehene heimische Produktion - und Paul-Julien Roberts Reflexion seiner Kommunenkindheit, Meine keine Familie, an.

Die rund 320 Akademiemitglieder stimmen nun ab. Die Verleihung der nichtdotierten Filmpreise findet am 22. Jänner 2014 erstmals in Grafenegg statt. (red, DER STANDARD, 19.12.2013)

  • Fotos von der Bekanntgabe der Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2014 gibt es in Newalds Photoblog.
    foto: robert newald

    Fotos von der Bekanntgabe der Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2014 gibt es in Newalds Photoblog.

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