Merkel-Wahl: Gegenstimmen aus den eigenen Reihen

17. Dezember 2013, 09:14
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Koalition verfügt zusammen über 504 Mandate - Nur 462 stimmten für Merkel

Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Dienstag für eine dritte Amtszeit wiedergewählt worden. Bei der Abstimmung im Deutschen Bundestag in Berlin erhielt sie 462 Stimmen bei 150 Gegenstimmen und neun Enthaltungen. Ihre große Koalition aus Christ- und Sozialdemokraten verfügt zusammen über 504 der 631 Sitze im deutschen Parlament. 621 Abgeordnete gaben ihre Stimme ab.

Die gesamte Opposition von Linken und Grünen hat 127 Stimmen, wäre sie vollständig anwesend gewesen. Es muss damit auch mindestens 23 Gegenstimmen aus den Reihen von Merkels Koalition gegeben haben.

Merkel nahm die Wahl an. Anschließend standen ihre Ernennung durch Bundespräsident Joachim Gauck und ihre Vereidigung im Bundestag an. Danach sollten auch ihre Minister ernannt und vereidigt werden.

Die 59-jährige CDU-Vorsitzende regiert Europas größte Volkswirtschaft seit November 2005. Während ihrer ersten Amtszeit stand sie ebenfalls an der Spitze einer schwarz-roten Koalition. Von 2009 bis 2013 regierte sie in einem schwarz-gelben Bündnis mit den Liberalen (FDP).

Andrea Nahles, die künftige Arbeitsministerin (SPD), kommentierte das Ergebnis folgendermaßen: "Ich hätte mir gewünscht, dass, wenn man eine gemeinsame Regierung anstrebt, man das mit einem noch eindrücklicheren Ergebnis macht. Aber 2005 waren es sogar noch ein paar mehr Stimmen, die fehlten. Von daher haben wir uns schon gesteigert." (APA, 17.12.2013)

  • Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel.
    foto: foto: kay nietfeld/dpa

    Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel.

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