Ermittler tappen bei Umfang der Snowden-Dokumente im Dunkeln

15. Dezember 2013, 15:12
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US-Ermittler können kaum abschätzen, auf welche Daten Snowden Zugriff hatte

Im Juni hatte der "Guardian" mit der Veröffentlichung geheimer Unterlagen des US-Geheimdienstes NSA eine Lawine losgetreten. Die Dokumente hatte Edward Snowden von der NSA abgezogen und dem Journalisten Glenn Greenwald zugespielt. Der Umfang des Materials, das Snowden kopieren konnte, ist bis heute unbekannt.

Umfang vielleicht nie bekannt

Gegenüber der "New York Times" sagte ein US-Regierungsbeamter, dass im Zuge der Ermittlungen bereits hunderte Stunden damit verbracht worden seien, den Umfang des Datenbestandes zu bestimmen. Man wisse aber noch immer nicht, welche Daten Snowden abgreifen konnte. Und vermutlich werde das auch niemals möglich sein.

Zugriffe nicht protokolliert

Grund dafür sei, dass in der NSA-Niederlassung in Hawaii, wo Snowden arbeitete, nicht alle Zugriffe durch die Mitarbeiter protokolliert worden seien. Es gebe keine Aufzeichnungen, auf welche Dateien Snowden Zugriff hatte. Abgesehen davon, konnte Snowden selbst seine Spuren verwischen, was die Untersuchungen zusätzlich erschweren würde.

Weitere Enthüllungen erwartet

Was bisher über Arbeitsweise der NSA und den Umfang der Überwachung an die Öffentlichkeit gelangt ist, dürfte längst nicht alles sein. So hat Journalist Greenwald Anfang Dezember angekündigt, dass noch weitere "schockierende" Enthüllungen folgen werden. (red, derStandard.at, 15.12.2013)

  • Welche Dokumente konnte Snowden bei der NSA kopieren?
    foto: ap

    Welche Dokumente konnte Snowden bei der NSA kopieren?

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