Bank Austria bastelt an ihrem IT-System Wien

13. Dezember 2013, 13:26
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Möglicherweise stehen nach den Outsourcings nun aber auch Rückübersiedlungen an

Die Bank Austria wird in den kommenden Jahren viel Geld für ihre IT in die Hand nehmen. Die Umstellung auf das konzernweite IT-System Eurosig, Probleme mit dem Online-Banking, jüngst ein Serverausfall, der auch die Bankmutter in Italien und die Schwester HVB in Deutschland traf, sind einige der Gründe dafür. Und ein kritischer Prüfbericht der Nationalbank, der, wie berichtet, große Schwachstellen aufzeigt, die vor allem mit IT-Auslagerung ins Ausland zusammenhängen.

Verbesserungen

Bei Eurosig werde "fieberhaft an Verbesserungen gearbeitet", erzählen Banker. Das seit Oktober 2012 verwendete System sei wesentlich langsamer als das alte, im Kreditbereich hätten die Mitarbeiter die größten Probleme. Im ersten Quartal 2014 sollen Lösungen auf dem Tisch sein, "damit wir zumindest auf jene Abwicklungsgeschwindigkeit kommen, die wir mit dem alten IT-System hatten".

Rückübersiedlungen

Möglicherweise stehen nach den Outsourcings nun aber auch Rückübersiedlungen an. Wie berichtet wurden ja die Mailserver der Bank Austria und der UniCredit-IT-Gesellschaften Ubis und VTS nach München verlagert. Riesige Kundendaten-Mengen, zum Teil mit Sicherheitsnetzen versehen, laufen über E-Mail. Die Originale müssen jahrelang gespeichert werden. Bei Datenschützern und Belegschaft sorgt das Faktum, dass die Bank-Mailserver nicht mehr in Wien stehen und gewartet werden, schon länger für Unmut; der soll sich nun auch in Deutschland breitmachen. Dem Vernehmen nach sollen die Server nun rasch nach Wien heimgebracht werden - bei der Ubis wird das aber dementiert. (gra, DER STANDARD, 13.12.2013)

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