Top-Ten der ethischen Reiseziele für 2014

Ansichtssache13. Dezember 2013, 15:50
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Die ganze Welt ist auf den Beinen. Noch nie zuvor waren so viele Reisende kreuz und quer auf diesem Planeten unterwegs – und es werden noch mehr. 2012 haben Touristen auf der ganzen Welt 837 Milliarden Euro ausgegeben (laut UNWTO), seit Jahren verzeichnen alle Kontinente steigende Zahlen, sowohl was die Besucher als auch die Reisenden betrifft.

Häufig gehen Reisen auf Kosten der Umwelt und der lokalen Bevölkerung. Die Zerstörung der Natur und die Ausbeutung der Ressourcen sind oft mit dabei im Reisegepäck. Aber langsam entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, dass Reisen auch sanft und nachhaltig gestaltet werden kann.

Ethical Travel ist eine Non-Profit-Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltigen Tourismus zu fördern.  Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren weltweit und soll dafür genutzt werden, die Menschenrechte und den Umweltschutz zu forcieren. Die Menschen können wählen, wohin sie verreisen und sie haben die Macht, eine Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit zu beeinflussen, ist man bei Ethical Travel überzeugt.

Die jährlichen Top-Ten

Einmal jährlich präsentiert Ethical Travel eine Top-Ten-Liste der "Best Ethical Destinations" – also der ethischsten Reiseziele. Dabei wird nicht erwartet, dass ein Land perfekt ist, bewertet wird vielmehr, wie sehr sich ein Land darum bemüht "das Richtige zu tun". Alle Länder der Welt werden auf ihr Bemühen für eine Verbesserung in Sachen Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte untersucht. Dabei wird nicht nur die Ist-Situation bewertet, sondern auch die Entwicklung und die Veränderungen. Herangezogen werden dafür die Aufzeichnungen verschiedener Organisationen wie UNICEF, Weltbank oder Reporter ohne Grenzen.

Neu hinzugekommen ist nun auch der Tierschutz als wesentlicher Bestandteil des Kriterienkatalogs. Das Thema ist vielschichtig. Mauritius etwa ist der weltgrößte "Lieferant" für Versuchsaffen, die dort gefangen und dann an Labors verkauft werden. Allerdings kommen diese Tiere größtenteils dem Wohle der Menschheit zu Gute. Auf den Bahamas gibt es zahlreiche Delphinarien, in denen man mit den Tieren, bei denen es sich in der Hauptsache um Wildfänge handelt, schwimmen kann. NGOs auf der ganzen Welt fordern die sofortige Schließung dieser Einrichtungen. Trotzdem haben es die Bahamas und Mauritius unter die besten zehn geschafft.

Inseln sind Umweltschützer

Unter den zehn Gewinnern finden sich sechs Inselstaaten. Der Klimawandel beeinflusst gerade Inseln besonders stark, sodass dort besonders viel Wert auf effektiven Umweltschutz gelegt wird. In allen untersuchten Ländern zeigen sich ähnliche Probleme: Konflikte mit der indigenen Bevölkerung, die wirtschaftliche Benachteiligung der Frau, Diskriminierung bzw. Kriminalisierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT), mangelnder Tierschutz. Außerdem mangelt es in zahlreichen Ländern bei der Gleichstellung von Minderheiten, die Korruption nimmt weltweit zu.

Trotzdem hat Ethical Travel zehn Länder ausgewählt, die besonders aktiv an einer Verbesserung der Lebensumstände und/oder des Umweltschutzes arbeiten. Wir zeigen die Gewinner in alphabetischer Reihenfolge. (todt, derStandard.at, 13.12.2013)

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Ethic Travel

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Bahamas

Die Bahamas waren 2013 nicht unter den Top-Ten, sind aber dieses Jahr zurück gekehrt. Zu verdanken hat der Inselstaat seine Rückkehr der Schaffung neuer Meeresschutzzonen und der Ausweitung geschützter Gebiete im Andros West Side Nationalpark. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Naturschutz gelungen. Bezüglich Menschenrechte gehören die Bahamas zu einer jener Nationen mit der höchsten Bewertung für politische Rechte, Freiheitsrechte und Pressefreiheit.

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