Diebische Hotelgäste lieben Handtücher

19. Dezember 2013, 09:52
131 Postings

Kosmetikartikel sind der Spitzenreiter unter den "Souvenirs", die sich Hotelgäste mitnehmen. Die Hoteliers vermissen vor allem ihre Handtücher

Souvenirs, egal ob geschmackvoll oder kitschig, erinnern an den Urlaub. Selbst wenn sie nach kurzer Zeit in der hintersten Schublade verschwinden, werden sie immer wieder gekauft - oder kostengünstig einfach mitgenommen, und zwar aus dem Hotel.

Tripadvisor hat bei Hoteliers und Hotelgästen nachgefragt, was die Gäste so alles mitgehen lassen, wenn sie das Hotel wieder verlassen. 66 Prozent geben an, dass ihre Gäste sich im Hotelzimmer bedienen, 65 Prozent der Hotegäste geben zu, "Reiseandenken" aus Hotels mitzunehmen.

Dabei gehen die Wahrnehmungen der beiden Gruppen darüber, was als Diebesgut seinen Weg in die Welt hinaus findet, zum Teil weit auseinander. Der Großteil der Gäste bekennt sich dazu, Kosmetikartikel zu entwenden (45 Prozent). Die Hoteliers scheinen das nicht so eng zu sehen, denn nur 32 Prozent fühlen sich bei Shampoo, Duschbad oder Seife von Gästen bestohlen. 

Tee und Kaffee zur freien Entnahme

Auch bei Tee oder Kaffee sind die Hoteliers eher großzügig. Die kleinen, praktischen Packungen auf dem Zimmer, mit denen man sich selbst ein heißes Getränk zubereiten kann, verschwinden bei 23 Prozent der Gäste in der privaten Tasche, und offenbar sind sie sich des Diebstahls auch bewusst. Nicht immer begründet, denn nur 14 Prozent der Hoteliers fühlen sich bestohlen, wenn es um das Instantpulver geht.

Anders sieht die Sache bei Handtüchern aus. 25 Prozent der Hoteliers beklagen sich darüber, dass die Gäste Handtücher mitgehen lassen. Aber nur sieben Prozent der Gäste sind der Ansicht, dass sie auch welche gestohlen haben. Ob die Handtücher auf mysteriöse Weise verschwinden oder ob es den Gästen einfach an Unrechtsbewusstsein fehlt, geht aus der Umfrage nicht hervor. Bei Bademänteln zeigt sich ein ähnliches Bild, drei Prozent der Gäste erweitern die Garderobe mit Hotelmänteln, aber sechs Prozent der Hoteliers geben an, bestohlen zu werden. 

Kleiderbügel, Batterien und Notizblöcke

Dafür plagt die Gäste das schlechte Gewissen, wenn sie Notizbücher mitnehmen. Den Hoteliers wiederum scheinen die Blöcke nicht so wichtig zu sein, denn nur elf Prozent fühlen sich bestohlen. Dafür vermissen sieben Prozent die Batterien aus der Fernbedienung, aber nur ein Prozent der Gäste gibt zu, Batterien geklaut zu haben. Auch bei den Kleiderbügeln geht die Wahrnehmung auseinander. Zehn Prozent der Hoteliers sehen in ihnen keine kostenlosen Erinnerungsstücke, die sich Gäste einfach mitnehmen können. Aber nur zwei Prozent der Gäste geben zu, sich im Schrank zu bedienen. (todt, derStandard.at, 19.12.2013)

Lassen Sie Dinge aus dem Hotelzimmer mitgehen? Oder gehören Sie gar zu den Sammlern der kleinen Shampoo-Flaschen? Posten Sie Ihre Erfahrungen.

  • Der Ort des Verbrechens: In Badezimmern ist die Verlockung groß. Kleine Kosmetikfläschchen, flauschige Handtücher und Bademäntel verschwinden in den Koffern der Gäste.

    Der Ort des Verbrechens: In Badezimmern ist die Verlockung groß. Kleine Kosmetikfläschchen, flauschige Handtücher und Bademäntel verschwinden in den Koffern der Gäste.

  • Artikelbild
    grafik: tripadvisor.de
Share if you care.