Warum man Jochberg den Vorzug geben sollte

16. Dezember 2013, 16:44
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Stephan Hilpold weiß, warum man in Kitzbühel am besten außerhalb wohnt, zum Beispiel im Kempinski in Jochberg

Erstens: Weil nicht nur die Piste vor der Tür liegt, sondern auch die Loipe. Ein paar Kehren die Straße hinunter, die Langlaufskier angeschnallt, und schon kann man Richtung Kitzbühel skaten. Glücklicherweise geht's immer ein wenig bergab, das verstärkt die Freude über die (eingebildete) Kondition. Auf dem Rückweg ist man dann gut aufgewärmt, dann sollte es von allein gehen. Wenn nicht: So weit ist die Strecke auch wieder nicht. Läufer mit guter Kondition drehen eine zweite Runde.

Zweitens: Kitzbühel ist gute neun Kilometer entfernt. Es soll ja Leute geben, die hierher nicht wegen der sportlichen, sondern der nächtlichen Herausforderungen kommen. Es gibt aber auch solche, die um Letztere einen Bogen machen. Das ist in diesem Haus selbst während des Hahnenkammwochenendes möglich. Und das will was heißen.

Drittens: Es gibt in Österreich viele Spas - aber nur zwei, in denen La Prairie zum Einsatz kommt. Das eine ist jenes im Wiener Kempinski, das andere jenes von Jochberg. Es gibt Menschen, die zu dieser Kosmetikmarke ein Abhängigkeitsverhältnis haben. Sachen gibt's.

Viertens: Es gibt auch ein Leben abseits von Hotelbuffets - und von Tiroler Knödeln. In diesem Fall nennt es sich Sra Bua, ist ein panasiatisches und wurde von Winni Brugger ausgetüftelt. Das Restaurant ist im Look einer modernen Stube gehalten. Ein bisschen Lokalkolorit muss schließlich sein. (Stephan Hilpold, DER STANDARD, Rondo, 13.12.2013)

Der Autor war Gast des Hotels.

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