Südkorea erweitert eigene Luftüberwachungszone

8. Dezember 2013, 10:02
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Überschneidet sich teilweise mit chinesischer Luftverteidigungszone - Zwei Inseln und ein Riff in umstrittenem Gebiet

Seoul - Südkorea hat am Sonntag wie erwartet die Ausweitung seiner Luftraumüberwachungszone verkündet. Die neuen Grenzen der Luftverteidigungszone liegen teilweise innerhalb der von China reklamierten Zone und schließen zwei umstrittene Inseln und die unter Wasser liegende Leodo-Felsformation im Ostchinesischen Meer mit ein, auf die auch China Anspruch erhebt.

Die staatliche südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap hatte zuvor unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsvertreter die Erweiterung der Luftraumüberwachungszone für Sonntag angekündigt. Demnach wurden die Nachbarländer im Voraus über Details informiert, damit das Vertrauen der Staaten untereinander nicht gestört werde.

China hatte vor dem Hintergrund des Inselstreits im Ostchinesischen Meer erst vor kurzem seine eigenen Luftverteidigungszone ausgeweitet und war damit auf harsche Kritik Japans, Südkoreas und deren Schutzmacht USA gestoßen. Die chinesische Regierung fordert, dass sich ausländische Flugzeuge vor dem Flug durch die Zone anmelden und eine Funkverbindung zur chinesischen Luftüberwachung aufnehmen. Washington entsandte daraufhin demonstrativ mehrere Kampfflugzeuge in die Zone, ohne dies vorher in Peking anzumelden. Auch Japan, Südkorea und Taiwan schickten unangekündigt Flugzeuge in das Gebiet. Diplomatische Verhandlungen mit China führten bisher zu keinem Ergebnis. (APA, 8.12.2013)

  • Südkoreanische Forschungsstation auf dem Leodo-Riff. Sowohl Seoul als auch Peking beanspruchen dieses Gebiet.
    foto: apa/epa/yonhap

    Südkoreanische Forschungsstation auf dem Leodo-Riff. Sowohl Seoul als auch Peking beanspruchen dieses Gebiet.

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