Personalchefs: Hohe Ansprüche, doppelter Check

6. Dezember 2013, 17:17
4 Postings

Unternehmen werben beim Nachwuchs zuallererst mit "selbstständigem Arbeiten". Am wichtigsten ist Arbeitgebern, dass die "Neuen" unternehmerisch denken können

Bereits zum sechsten Mal präsentiert der Career-Verlag die Ergebnisse des gemeinsam mit dem WU ZBP Career Center durchgeführten Career Monitor. Österreichs Personalchefs bringen in dieser Erhebung auf den Punkt, welche Anforderungen sie an den Karrierenachwuchs stellen. "Wunsch- und Zerrbilder über den Arbeitsmarkt gibt es genug. Wir wollen den jungen Akademikern ein realistisches Bild vermitteln, was sie am Arbeitsmarkt erwartet und welche Anforderungen an sie gestellt werden", so Markus Gruber, Herausgeber des Career Monitor.

Die Ansprüche der Personalisten an die künftigen Mitarbeiter zeigen ein klares Bild: Die größte Nachfrage besteht nach "unternehmerischem Denken", dicht gefolgt von "Lösungs-/Zielorientiertheit". "Kommunikationsfähigkeit" liegt mit 66 Prozent der Nennungen an dritter Stelle und verliert an Bedeutung gegenüber dem Vorjahr.

Die Personalchefs setzen stark auf "Intrapreneurship". Unternehmerische Werte stehen klar im Mittelpunkt der Anforderungen. Vor allem in kleineren Unternehmen sind Leistungsbereitschaft, "Hands on"-Mentalität, Ausdauer und Belastbarkeit außerordentlich wichtig.

Die Qualitäten der Bewerber werden nicht nur mit herkömmlichen Auswahlverfahren getestet. Auch Social Media werden von den Personalisten immer öfter genutzt, um sich ein realitätsnahes Bild vom Karrierenachwuchs machen zu können. Am wichtigsten ist demnach die "Übereinstimmung der geposteten Profile/ Postings mit den Angaben in der Bewerbung".

Das Top-Angebot der Betriebe lautet "selbstständiges Arbeiten" (66 Prozent), gefolgt von der "Unternehmenskultur" (43 Prozent) und "flexiblen Arbeitszeiten" (41 Prozent). Der Vergleich nach Unternehmensgrößen dokumentiert, dass "flache Hierarchien" und ein "großer Verantwortungsbereich" bei Kleinbetrieben eine deutlich stärkere Rolle spielen. Größere Unternehmen wollen stärker mit "individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten" und "sicherem Arbeitsplatz" punkten. (red, FH-STANDARD, 7./8.12.2013)

  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.