Was mich bewegt: Sankt Nikolaus

5. Dezember 2013, 17:50
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Meist kommt der Gabenbringer per pedes, manchmal auch per Dampfschiff

"Ward ihr auch schön brav?" , diese Frage, die meist nicht eindeutig mit Ja beantwortet werden kann, stellt der heilige Nikolaus heute, Freitag, mit erhobenem Zeigefinger den Kindern.   Seit 1555 belegt, zieht er – meist zu Fuß – am 6. Dezember durchs Land, um brave Kinder zu belohnen.

Nur selten reitet der Gabenbringer auf seinem Esel, da der mit den Geschenken für die Kinder schon genug zu schleppen hat. Seit dem 17. Jahrhundert reist Sankt Nikolaus in gefürchteter Begleitung: In Österreich marschiert der Krampus, in Deutschland Knecht Ruprecht und in der Schweiz der Schmutzli kettenrasselnd mit, um etwaige Gfraster einzuschüchtern. 

Dampfschifffahrer

Der Nikolo geht auf Bischof Nikolaus von Myra zurück, der sein geerbtes Vermögen unter den Armen verteilte. Myra – das heutige Demre – lag damals direkt am Meer, der Patron der Kinder ist auch der Schutzheilige der Schiffsbauer, Fischer und Ma­trosen. "Schiffchensetzen"  nennt man den alten Brauch, bei dem Papierschiffchen gebastelt werden, in die Nikolaus seine Gaben legen soll. In den Niederlanden kommt Sinterclaas per Dampfschiff aus Spanien, nach dem Landgang reitet er auf einem Schimmel zu den Braven. (Jutta Kroisleitner, DER STANDARD, 6.12.2013)

  • Auch auf dem Fahrrad wurde der Nikolo bereits gesichtet.
    foto: apa/warnack

    Auch auf dem Fahrrad wurde der Nikolo bereits gesichtet.

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