"Inside Llewyn Davis": Eiskalter Winter, schwüler Sommer

4. Dezember 2013, 17:44
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Ein zartbitteres Porträt eines Folkmusikers, der sich Anfang der 1960er durch das frostige New Yorker Village schlägt - Weitere neue Filme

Wie ein unerbittlicher Gott würden die Coen-Brüder auf ihre Protagonisten blicken, heißt es bisweilen: Dass das Regie-Duo diesem menschlichen Straucheln auch viel Sympathie entgegenbringt, zeigt sein neuer Film "Inside Llewyn Davis", das zartbittere Porträt eines Folkmusikers (Oscar Isaac), der sich Anfang der 1960er ohne Wintermantel durch das frostige New Yorker Village schlägt - einer der Pflichtfilme dieses Kinojahres.

Kimberly Peirce hat sich an eine Neuverfilmung von Brian De Palmas Horrorklassiker "Carrie" gewagt - trotz Chloë Grace Moretz und Julianne Moore eine matte Angelegenheit. Robin Wright und Naomi Watts spielen in der Doris-Lessing-Adaption "Tage am Strand" zwei Freundinnen, die in eine amouröse Ausnahmesituation geraten. Das Prickeln hält sich dennoch in Grenzen. Ein weiterer Ferienfilm: die US-Komödie "Ganz weit hinten", in dem ein 14-Jähriger Freundschaft mit dem Betreiber eines Vergnügungsparks (Sam Rockwell) schließt. Ein Remake erfuhr die kanadische Erfolgskomödie Starbuck, in "Der Lieferheld" spielt Vince Vaugn den Samenspender, der sich mit einer Kinderschar konfrontiert sieht.

Außerdem starten die Dokumentation "Auf dem Weg zur Schule", das Filmfestival "This Human World" und eine Retrospektive des frühen Schaffens von Satyajit Ray samt der Schau Nach Indien im Filmmuseum in Wien. (kam, DER STANDARD, 5.12.2013)

  • Ein Part, der ihn zum Star werden ließ: Oscar Isaac als Antiheld im Film der Coen-Brüder.
    foto: studiocanal

    Ein Part, der ihn zum Star werden ließ: Oscar Isaac als Antiheld im Film der Coen-Brüder.

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