Hongkong: Erste Infektion mit Vogelgrippe-Virus H7N9

4. Dezember 2013, 13:03
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Die Regierung spricht von einem ernsten Infektionsfall und kündigt verstärkte Gesundheitskontrollen an der Grenze zu China an

Hongkong - Zum ersten Mal ist in Hongkong eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H7N9 nachgewiesen worden. Eine indonesische Haushaltshelferin liege im Krankenhaus, ihr Zustand sei kritisch, heißt es von Seiten die Hongkonger Regierung. In der sieben Millionen Einwohner zählenden Hafenmetropole wurde daraufhin "Grippealarm" ausgerufen.

Die 36 Jahre alte Frau sei im November in der südchinesischen Stadt Shenzhen auf der anderen Seite der Grenze in China gewesen. Es wird davon ausgegangen, dass der enge Kontakt mit Geflügel zur Ansteckung geführt hat. Zehn Personen, die möglicherweise durch die Indonesierin infiziert wurden, seien im Krankenhaus unter Beobachtung, berichtete das Hongkonger Radio. Zu ihnen gehören vier Mitglieder der Familie, für die sie gearbeitet habe.

Regierungschef Leung Chun-ying spricht von einem ernsten Infektionsfall und kündigte an, die Gesundheitskontrollen an der Grenze nach China verstärken zu wollen. Auch Märkte mit lebendem Geflügel in Hongkong sollen besonders überwacht werden.

Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren bis November 2013 rund 140 H7N9-Fälle - vor allem in China - registriert, mehr als 40 Menschen starben an der Infektion. Eindeutige Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch gebe es aber bisher nicht, so die WHO. (APA/red, derStandard.at, 4.12.2013)

  • In Hongkong sollen Märkte mit lebendem Geflügel nun besonders überwacht werden.
    foto: epa/robyn beck

    In Hongkong sollen Märkte mit lebendem Geflügel nun besonders überwacht werden.

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