Online-Werbung kurbelt den Verkauf an

9. November 2008, 17:00
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Laut einer Studie haben Anzeigen im Internet verkaufsfördernde Effekte und wirken signifikant besser als andere Werbekanäle

Online-Werbung wirkt sich positiv auf den Verkauf aus. Einer von Microsoft Advertising durchgeführten Studie zufolge konnte Kelloggs mit einer umfassenden Internet-Kampagne den Absatz seiner Produkte signifikant steigern. Analysiert wurden die Märkte Schweden und Dänemark. Ziel der von Microsoft und OMD initiierten Multimedia-Kampagne war es, die Verkaufszahlen mit den jeweiligen Werbeaktivitäten in Verbindung zu bringen. Im Media-Mix zum Einsatz kamen verschiedene Kanäle wie TV-Spots, Printanzeigen sowie Banner- und Videowerbung im Internet.

Online- versus TV-Werbung

In Dänemark hatte nur die Online- und Fernsehwerbung einen messbaren Einfluss auf die Verkaufszahlen. Der kurzfristige Investitionsertrag für Online-Anzeigen fiel um 48 Prozent höher aus als der für Fernsehspots. In Schweden wurden durch Online-Gewinnspiele und Tests 12.603 Kilogramm Zerealien mehr verkauft, was einem kumulierten Anstieg von über 30 Prozent entspricht. Die Ergebnisse sollen als Beweis dienen, dass Frauen als Zielgruppe für Konsumgüter im Internet sehr gut erreicht werden können.

Mütter sind zehn Stunden online

Eine Umfrage in Großbritannien ergab, das Mütter durchschnittlich zehn Stunden pro Woche im Internet verbringen. Neun von zehn surfen täglich. 78 Prozent aller Mütter nutzen Online-Shopping, 68 Prozent erledigen ihre Geldgeschäfte online. Insgesamt 94 Prozent durchforsten das WWW, um sich über bestimmte Produkte zu informieren oder sich Ratschläge zu holen.

Großbritannien und Norwegen führend

In Europa sind Großbritannien und der skandinavische Raum die Leitmärkte in Sachen Online-Werbung. Laut Studien dürften in Großbritannien im Jahr 2009 die Spendings ins Netz rund 30 Prozent des gesamten Werbekuchens ausmachen. Die Werbeaufwendung pro Internet-Nutzer beträgt 95 Euro pro Jahr. Danach folgt Norwegen mit 93 Euro. Deutschland liegt bei 65 Euro pro User, Österreich hinkt mit 27 Euro noch hinterher. Hierzulande machen die interaktiven Werbeausgaben rund vier Prozent aus. Eine Steigerung im kommenden Jahr auf rund sieben bis acht Prozent wird prognostiziert.

Werbeausgaben nehmen zu

Dass der Online-Werbemarkt international immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigt auch eine Studie unter europäischen Werbetreibenden. 38 Prozent der führenden Marketingleute betrachten Online-Werbung heute als "unentbehrlichen" Werbekanal. Im Vorjahr waren es nur 17 Prozent. Das ist das Ergebnis der Ad Barometer-Umfrage der European Interactive Advertising Association. 81 % der befragten Werbetreibenden gaben an, dass ihre Online-Werbeausgaben im Jahr 2008 zugenommen haben und dies auch 2009 (um 16 %), 2010 (um 17 %) der Fall sein wird.

Andere Medien verlieren

82 % wollen die erhöhten Werbeausgaben im Internet direkt von anderen Medien abzweigen. Dies geht am ehesten zulasten von Printmedien, wo 40 % sparen wollen, TV mit 39 %, Direktmarketing (32 %) und Radio (20 %). 77 Prozent sind der Meinung, dass Reklame im Netz das Markenbewusstsein erhöht und 68 Prozent sehen eine gesteigerte Aufmerksamkeit für Markenprodukte. 40 Prozent sind sich sicher, dass die Kaufentscheidung durch Werbung im WWW positiv beeinflusst wird. (red, derStandard.at, 9.11.2008)

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