Gesundheitsmanagement - und keiner geht hin?

1. Dezember 2013, 22:52
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Kommunikation und Marketing in der betrieblichen Gesundheitsförderung

Innerbetriebliches Gesundheitswesen wird zunehmend State of the Art für Organisationen. Auch angesichts alternder Belegschaften. Auch als präventives Instrumentarium.

Was aber bringt die Belegschaft dazu, betriebliche Gesundheitsförderungsmaßnahmen auch in Anspruch zu nehmen? Maria Wonisch hat sich forschend in die relativ junge Disziplin der Kommunikation und des Marketings von Gesundheitsthemen begeben und daraus ein Handbuch verfasst. Sie untersucht und beleuchtet ein Bündel von Maßnahmen inklusive Wirkung, macht als Fallstudie die Steiermärkische Sparkasse in diesem Bereich transparent.

Ein hochaktuelles Thema, ruhen doch meist hohe Erwartungen von Arbeitgeberseite (Senkung der Krankenstände und Arbeitsunfallszahlen, wachsende Leistungsfähigkeit der Belegschaft, Verbesserung des Firmenimages) auf der Etablierung betrieblichen Gesundheitswesens. Und ja, "rechnen" soll es sich auch möglichst bald einmal.

Das Handbuch ist anspruchsvoll in seiner Zusammenschau theoretischer und wissenschaftlicher Grundlagen, müht sich nicht um emotionale Einbegleitung, sondern reiht Fakten, Erkenntnisse und Fälle aneinander. Die Lektüre lohnt allerdings, denn übrig bleibt in jedem Fall, wie es nicht geht und dass allein das Commitment zu einem Gesundheitswesen im Unternehmen noch lange nicht ausreicht, um dieses auch nachhaltig zu verankern und zu beleben. Im besten Fall kann die eigene Organisation anhand dieses Buches vor Leerläufen verschont bleiben. (kbau, DER STANDARD, 30.11./1.12.2013)

  • Maria Wonisch: "Tue Gesundes und sprich darüber - Kommunikation und Marketing in der betrieblichen Gesundheitsförderung", Akademiker-Verlag 2013
    foto: verlag

    Maria Wonisch: "Tue Gesundes und sprich darüber - Kommunikation und Marketing in der betrieblichen Gesundheitsförderung", Akademiker-Verlag 2013

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