Österreichs Jugendliche bei Verhütung im oberen Mittelfeld

29. November 2013, 12:42
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Knapp drei Viertel der 15- bis 17-Jährigen haben beim letzten Geschlechtsverkehr ein Kondom benutzt - nur etwa vier Prozent haben gar nicht verhütet

Kondome sind nach wie vor der beste Schutz, um sich gegen sexuell übertragbare Krankheiten, wie dem HI-Virus zu schützen. Dass die jungen Österreicher den Schutz sehr ernst nehmen, zeigt die Jugendgesundheitsstudie von WHO und dem Ludwig Boltzmann Institut.

73 Prozent der befragten 15- bis 17-Jährigen gaben an, beim letzten Geschlechtsverkehr ein Kondom zur Verhütung verwendet zu haben. Knapp ein Fünftel hat ausschließlich mittels Antibabypille verhütet. Der Anteil jener, die angeben gar nicht zu verhüten, ist mit 4,3 Prozent sehr gering. Damit befindet sich Österreich im oberen Mittelfeld im internationalen Vergleich. 

"Gesteigertes Bewusstsein"

"Generell ließ sich feststellen, dass Schüler Verhütung als wichtig erachten - nicht nur, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. "Dass fast drei Viertel der befragten Personen Kondome zur Verhütung verwenden, zeigt von einem gesteigerten Bewusstsein in Bezug auf sexuell übertragbare Krankheiten", sagt Studienleiter Wolfgang Dür vom Ludwig Boltzmann Institut. Dennoch sei Aufklärung weiterhin wichtig, um sexuell übertragbare Krankheiten so weit wie möglich einzudämmen.

Diese Ergebnisse wurden im Rahmen der "Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)" Studie durchgeführt, die das Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern im Alter von elf, 13, 15 und 17 Jahren untersucht und an der 43 Länder und Regionen teilnehmen. Sie findet in Österreich seit 1986 alle vier Jahre statt. (red, derStandard.at, 29.11.2013)

Die gesamte HBSC-Studie:

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    foto: dpa/oliver berg
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