Facebook-Protest gegen Conchita Wurst "grundfalsch"

28. November 2013, 15:16
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Protest-Seite gegen Auftritt beim Song Contest mit mittlerweile über 39.000 Unterstützern

Am Freitagabend tritt Conchita Wurst alias Thomas Neuwirth neben anderen österreichischen Künstlern beim "Abend für Licht ins Dunkel" im RadioKulturhaus auf. 2014 vertritt Neuwirth Österreich dann beim Song Contest. Im Vorfeld wurde in Weißrussland zum Boykott gegen den Travestiekünstler aufgerufen. In Österreich hat sich in den letzten Monaten Protest in Form von Facebook-Seiten und einer Petition formiert.

Petition

Während die weißrussische Petition einen offen homophoben Hintergrund hat, richtet sich das österreichische Pendant nach eigenen Angaben vor allem gegen den ORF, der Conchita Wurst ohne Voting zum Song Contest schickt. Die Diskussionen unter den verschiedenen Einträgen auf der dazugehörigen Facebook-Seite " NEIN zu Conchita Wurst beim Song Contest" zeigen zum Teil aber auch homophobe Vorbehalte gegen den Künstler. Die Seite hat mittlerweile über 39.000 Unterstützer. 

"Signal der Liberalität"

Für "Licht ins Dunkel 2013"-Producer Walter Gröbchen liegen die Unterstützer der Anti-Conchita-Wurst-Kampagne "grundfalsch". "Oder wollt ihr euch wirklich mit reaktionären Weißrussen und homophoben ÖsterreicherInnen gemein machen? Denn es geht hier nicht um Sangeskünste, Medienkritik oder den Eurovision Song Contest, es geht schlichtweg um ein Signal der Liberalität", hat er am Mittwoch in einem Facebook-Eintrag auf der offiziellen Fanpage von Conchita Wurst geschrieben.

Tom Neuwirth selbst hat bereits früher auf die Hasstiraden reagiert. "Gibt es nicht wichtigere Dinge, in die man derart viel Energie stecken könnte? Nämlich FÜR Menschen zu kämpfen, die täglich diskriminiert werden und nicht dagegen." (Birgit Riegler, derStandard.at, 28.11.2013)

  • Conchita Wurst tritt 2014 für Österreich beim Song Contest an.
    foto: standard/cremer

    Conchita Wurst tritt 2014 für Österreich beim Song Contest an.

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