Feinripp-Hauben kommen wieder in Mode

Kolumne1. Dezember 2013, 16:41
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Umgeschlagene Feinripp-Hauben - Warum sich am Kopf schon wieder was getan hat

Es ist heute an der Zeit, über Hauben zu sprechen. Wir wollen uns dabei aber ausnahmsweise einer Beobachtung bedienen, die Kollegin Doris Knecht zu Papier gebracht hat: "In Berlin tragen jetzt alle Retrorucksäcke und Hauben mit Umschlag", schreibt sie im "Falter". Das mit den Retrorucksäcken ist bereits nach Wien durchgedrungen, das mit den Hauben nicht.

In Wien steht man derzeit noch auf Beanies, das sind diese Schlumpfhauben, die man in einem exakten Winkel über dem Haaransatz tragen musste. Zumindest war das letzten Winter so.

Beanies versus Hauben

In Berlin sind Beanies dagegen heuer "komplett out", weiß Frau Knecht und beschreibt, was der Berliner Hipster stattdessen trägt: "feinsten Feinripp, gedeckt einfärbig, hochgeschlagen, direkt am gesamten Kopf anliegend und mit einem kleinen, aber gut sichtbaren Label, das ausweist, dass das Hauberl gestrickt ist aus edelstem Garn, gesponnen aus den Achselhaaren von dänischen Kuschel-House-DJs."

Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass der Trend in ein paar Wochen auch bei uns überall zu sehen sein wird. Berlin, muss man wissen, ist nämlich, was Hauben anbelangt, immer einen Schritt voraus. Vor Jahren waren es die Fliegerhauben, die die Berliner selbst in den Clubs nicht abnahmen. Dann kamen die Bommelhauben, mit denen sie durch Berlin-Mitte wackelten. Die schlurfigen Beanies folgten. Und jetzt also das umgeschlagene und teure Feinripp. Berlin ist erwachsen geworden. Eine gute Nachricht zum Winteranfang. (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 29.11.2013)

  • Hauben sind bei Kälte Trumpf.
    foto: paul smith

    Hauben sind bei Kälte Trumpf.

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