Improv: Offene Hardware für freie Software

27. November 2013, 07:40
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Neue Entwicklungsplatine soll deutlich mehr Power als Raspberry Pi und Co. liefern - Im KDE-Umfeld entstanden

Mit Improv gibt es nun eine neue Entwicklungsplattform für freie Software, wie KDE-Entwickler Aaron Seigo in einem Blog-Eintrag verkündet. Ziel der der von Make Play Live entwickelten Platine sei es eine optimale Plattform zum Experimentieren und als Basis für Prototypen anzubieten.

Power

Von anderen Angeboten in diesem Bereich will man sich durch drei zentrale Unterschiede abheben: So ist Improv zunächst mit einer deutlich stärkeren Hardware ausgestattet. Konkret gibt es einen Dual-Core Cortex-A7-ARM-Prozessor, der mit 1 GHz getaktet wird und eine Mali400MP2 GPU, mit OpenGL ES 1.1 / 2.0 Support.

Spezifikationen

Zu den weiteren Spezifikationen gehören 1 GB RAM, 4 GB lokaler Speicherplatz (NAND FLASH) sowie eine ganze Reihe von Anschlüssen: 2x USB 2.0 (samt USB OTG), ein SD-Card-Reader, Micro-HDMI, 10/100 Ethernet, SATA II und acht GPIOs). Die Platine wird passiv gekühlt und wiegt unter 100 Gramm.

Modular

Ein weiterer Vorteil von Improv ist die Modularität: Es gibt ein CPU- sowie ein Feature-Board, die getrennt getauscht werden können. Auf eben jenem Feature-Board ist dann zusätzlich auch noch eine RJ45-Buchse verbaut, die Gigabit-Ethernet ermöglicht. Vor allem aber ist das Projekt Open Hardware, es steht also allen frei, selbst eine bessere Variante von Improv zu entwickeln.

Mer

Als Software wird die Linux-Distribution Mer mitgeliefert, die ebenfalls dem KDE-Umfeld entstammt, und unter anderem mit Qt4/5 und QtQuick1/2 als Entwicklungsbasis ausgestattet ist. Alternativ lässt sich Improv natürlich auch mit anderen Betriebssystemen wie Android betreiben.

Verkauf

Improv wird über die Webseite von Make Play Live verkauft, der Preis liegt bei 75 US-Dollar ohne Steuer und Versandkosten. (apo, derStandard.at, 26.11.13)

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    foto: make play live
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