Elementary OS: Das Mac OS der Linux-Welt

  • Ein einfaches Interface und leichtgewichtige Apps werden zu den Stärken von Elementary OS gezählt.
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    foto: screenshot/youtube

    Ein einfaches Interface und leichtgewichtige Apps werden zu den Stärken von Elementary OS gezählt.

Design-orientierte Distribution soll Neulinge und Windows-Umsteiger anlocken

Im Jahr 2006 hatte Daniel Foré genug von Windows. Er wechselte zu Linux, dem bekannten Open Source-Betriebssystem, von dem er schon viel gehört hatte. Er begann, sich zu involvieren, trotz fehlender Programmiererfahrung. Sein erster Beitrag war ein Set aus neuen Icons.

Schließlich begann er an einer neuen Desktopoberfläche unter dem Namen "Elementary" zu arbeiten – der erste Schritt eines mittlerweile langen Weges zur eigenen Linux-Distribution, wie Wired berichtet.

Der Weg zum eigenen System

Eines Tages entschloss Foré sich, gemeinsam mit einem Entwickler unter dem Pseudonym ammonkey, einen eigenen Zweig des Dateimanagers Nautilus zu entwickeln, wobei er selbst sich um das Design kümmerte. Die neue Version, genannt Nautilus Elementary, wurde gut angenommen. Andere Designer und Entwickler fragten an, ob sie eigene Programme mit Ästhetik-Fokus unter dem "Elementary"-Banner schreiben könnten. Bald war Foré verantwortlich für mehrere Projekte.

An diesem Punkt angekommen, entschlossen sich Foré und sein Team letztlich, eine eigene Linux-Distribution zu schaffen. "Wir haben angefangen, an den ganzen coolen Apps zu arbeiten und einen Weg gebraucht, sie alle auf einmal zu liefern". Das Resultat: Elementary OS - ein schickes und umfangreiches Betriebssystem, das auch auf älteren Rechnern gut läuft und kostenlos verfügbar ist.

Während Linux ein Big Player in der Serverwelt ist und - vor allem dank Android - auch die mobile Welt beherrscht, spielt das System in der Desktopwelt nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. Hier herrschen nach wie vor Microsoft und Apple,

Für Ein- und Umsteiger

Elementary OS richtet sich laut Foré an zwei Nutzergruppen: Junge Entwickler, die neu im Open Source-Bereich sind und einen leichten Einstieg suchen und unerfahrene User, die sich von Windows lösen willen. "Wir glauben nicht, dass der Desktop tot ist. Wir denken, er hat eine wichtige Funktion", erklärt Jim Nelson von der Open Source-Entwicklerfirma Yorba gegenüber Wired. Yorba entwickelt den E-Mail-Client Geary und den Fotomanager Shotwell. Beide Programme sind auch in Elementary OS inkludiert.

Das schlanke Interface von Elementary soll jene Komplexität aus dem Spiel nehmen, für welche Linux-Systeme gerne kritisiert werden. Dazu sollen auch die ästhetischen Qualitäten stimmen. Die Basis liefert Ubuntu, viele der Standard-Apps wurden mit leichtgewichtigeren Alternativen ersetzt.

Granite

Mit dem Ziel, ein schnelles, effizientes und schönes Betriebssystem zu liefern, möchte man nicht das Rad neu erfinden, sondern das Bestehende verbessern. Dabei helfen soll zunehmende Modularisierung und Verwendung von oft eingesetzten Open Source-Bibliotheken.

Jedoch hat man nicht die Kapazitäten, jedes Programm selbst zu schreiben, welches man bräuchte, um etwa mit dem Funktionsumfang von Windows zu konkurrieren. Daher möchte man mehr Entwickler für sich gewinnen und liefert ein eigenes Desktopentwicklungs-Framework namens "Granite". Dieses soll die Entwicklung beschleunigen und ästhetische Konsistenz sicherstellen. Dazu machte man die 2006 erfundene Programmiersprache Vala zum Standard, die sich in der Linux-Community steigender Popularität erfreut.

Bei Yorba verzichtet man zwar auf "Granite", lobt aber Vala in höchsten Tönen. "Wir hatten College-Studenten, die noch nie ein GTK-Programm geschrieben hatten, die in einer Woche Patches und Features entwickeln konnten", erklärt Nelson.

Langer Weg

Freilich ist Elementary OS, dessen jüngste Ausgabe 0.2 "Luna" im August veröffentlicht wurde, noch weit davon entfernt, eine gewichtige Rolle als Windows-Alternative zu spielen, da man nicht zuletzt mit unzähligen anderen Linux-Distributionen um Aufmerksamkeit konkurriert. Zumindest was das Design des Systems betrifft, vermag man aber bereits herauszustechen. (red, derStandard.at, 26.11.2013)

Video: Elementary OS "Luna"

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Für mich als eingefleischter ArchLinux Benutzer kanns leider zu wenig aber ich konnte trotzdem nicht widerstehen es Nativ auf ner extra Partition zu installieren und bin schwer begeistert was die gezaubert haben.
Es läuft Out-of-the-Box schnell und stabil aber leider spürt man überall noch die Beta durch,
Bei mir hats damals begonnen als ich meinen Kalender Importieren wollte, mittlerweile gibts zwar nen Workarround aber hab seit meiner Arch Installation noch nie neu aufsetzen müssen und bin deswegen auch nicht interessiert an nem Umstieg.

Trotzdem hat mir der kleine Ausflug echt Spaß gemacht!
Von mir als ArchUser auf jeden Fall großes Lob. Haben sie gut gemacht! :)

Genau das hab ich mir auch gedacht (ebenfalls archlinux)

ich hab das jetzt meiner sis installiert, die kommt damit überraschend gut zurecht, es läuft flüssig auf ältern pcs schaut toll aus, ist leicht zu konfigurieren und ganz wichtig bau auf dem LTS kernel von Ubuntu(bis 2017) auf.

Abgeschrieben von Wired

Ist das eigentlich niemandem peinlin, einfach von Wired abzuschreiben? http://www.wired.com/wiredente... mentaryos/

Wenigstens der Link auf den Original-Artiel ist drunter

Ich wusste gar nicht, dass derstandard.at von Wiredbabsvhreibt. Dachte immer, von heise. Immer wenn ich solch einen Artikel auf derstandard.at lese, schaue ich bei heise nach, da steht dann fast dasselbe drinnen. Oft aber besser formuliert.

Galaxie im Bild.

Weiss einer wie die Galaxie auf dem Hintergrundbild des linken Bildes von Elementary OS heisst?

Danke!

Sehr schoenes Bild.

Der Weltraum hat wirklich sehr faszinierend schoene Bilder. NGC 3190 ist sicherlich in der blauen Aufnahme eines dieser Galaxien die dazu zaehlen koennen.

Danke.

Danke an Surfer.

Frage

Ich weiß, die Frage wird mit sicherheit öfters gestellt.. Benötige ich ein Anti Virensystem bei elementary?
Möchte von Win 7 umsteigen..

was sind denn antiviren?

Kurze Antwort:

Nein.

Linux aus Österreich:

http://manjaro.org :)

man schaue auf:
http://manjaro.org/the-team/

Meine Erfahrungen mit Manjaro Linux

Linux und die Open-Source-Bewegung haben meine volle Sympathie. Trotzdem bin ich nach 3 Monaten von Manjaro Linux wieder zu Windows 7 gewechselt, weil die USB-Maus an meinem Notebook regelmäßige Aussetzer hatte, ich mit meinem Drucker nicht mehr beidseitig drucken konnte, das Schriftbild bei Textverarbeitung unter Linux nach wie vor schauderhaft ist, Microsoft Office 2010 ODF-Dateien fehlerfreier darstellt als LibreOffice usw.

Das Fleisch war willig, die Technik war's nicht.

Windows vs Linux

Habe kürzlich elementary OS in einer VM installiert, auf einem Sony Pro 13 Ultrabook unter Windows 8.1. Da läuft elementary schnell und flüssig. Auch die USB-Maus reagiert so schnell wie auf dem "Gastgeber"-Windows. Natürlich muss sich der verwöhnte Windows-Benutzer etwas umorientieren, und für vieles braucht es halt etwas Intuition und Experimentierfreude. Immerhin ist es mir als blutigem Linux-Anfänger gelungen, freigegebene Windows-Order in der VM zu verwenden. Jedenfalls macht elementary richtig Spass :-)

Das läuft aber nicht einmal in der VirtualBox brauchbar

Ich habs bisher auch nur in der VM ausprobiert...

...und ebenfalls schlechte Erfahrungen damit gemacht. Da hakts hinten und vorn. Aber ich gehe davon aus, das es an der Virtualisierung liegt.

Läuft 1A auf menem Laptop (XFCE)

also bei mir läufts problemlos

Also ursprünglich fand ich Elementary OS eine tolle idee, mittlerweile aber ist es eigentlich nicht mehr nötig wenn man sich ansieht wie sehr gnome3 die konzepte von Elementary übernommen hat. So gesehen hat Elementary sicherlich viel bewirkt, wenn ich ein aktuelles Gnome vom design-standpunkt mit vor ein paar jahren vergleiche.

Für viele von uns einfacher

Zuletzt bei Mint gelandet: Alle wesentlichen Anwendungen o.k., plug and play (auch für scan-Funktion), startet und beendet in wenigen Sekunden ohne blöde Fragen zu stellen und mit "updates" zu quälen, ohne NSA-backdoor und Knebelvertrag als Startbedingung ("bin mit dem Absaugen meiner Daten einverstanden") & absolut stabil...
Unauffällig, wie man sich ein Betriebssystem wünscht.
Leider muss man im "freien Markt" den MS-Schmarrn mit dem Computer mitbezahlen -was ein Skandal ist.

Hab die selben Erfahrungen gemacht, aber man kann mittlerweile auch schon Laptops mit vorinstalliertem Ubuntu kaufen.
Leider is die Auswahl sehr eingeschränkt aber dafür läufts extrem stabil und es gibt keine Treiberprobleme mehr, auch wenn man mal die Distro wechselt. :)

Zumindest gehts mir so seit ich mir meinen kleinen Asus F201e gekauft habe.
Eigentlich nur deswegen weil ich keine Windows Liz. zahlen wollte.
Es ist leider extrem schwer von dem Gerät noch Linux-Varianten zu erwischen, Conrad hatte kurz welche um 260 EUR aber sind leider schon Ausverkauft.
Laut Verkäufer, waren sie sofort weg, es gab laut ihm auch keine einzige Beschwerde aber sie bekommens leider nur noch mit Win8 geliefert, er weiß leider selber nicht warum :(

Ich habe Mint nach 3 Wochen entfernt, weil es immer wieder plötzlich auf freeze ging ... schade, Mint war für mich als von MS-kommender Linux-Neuling ideal, bin zurzeit bei Xubuntu

Es gab eine Zeit lang auf den meisten Ubuntu-Derivaten Probleme mit der Grafik. Die sollten mittlerweile aber weitgehend (durch Kernel-Updates) beseitigt sein. Natürlich gibt es immer wieder Grafikkarten, die nicht optimal geeignet sind. Bei Dell oder Ditech, wenn Du sagst, Du willst eine Linux-kompatible Kiste, dann klappt das aber auch im Normalfall gut. Bloß die vom Dell-Chat sträuben sich manchmal ein bißchen, weil die wohl MS verkaufen sollen.

haha... genau so ists mir auch gegangen. Bin mit Xubuntu aber mittlerweile mehr als zufrieden - also zumindest im Vergleich zu Windows. Kleinigkeiten geben natürlich immer wieder Anlass zu Kritik.

Was sie da über Mint sagen, gibts bei anderen Distros doch auch. O_o

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