Audi A3 Cabrio: Bügelfrei und faltenlos

26. November 2013, 16:56
28 Postings

Das neue A3 Cabrio basiert auf der Limousine und kommt wieder mit einem Stoffverdeck

Vanillekipferl, lange Unterhosen, Punsch und Gansl, das sind die wichtigen Themen dieser Tage. Sollten sie aber nicht sein, ist man bei Audi überzeugt, und präsentiert uns das neue A3 Cabrio. Weil: Nur wer jetzt bestellt, kann im Frühjahr, als einer der Ersten mit diesem Auto vorm Eissalon aufkreuzen.

Ganz hartgesottene Kollegen drehen die Testrunden mit dem offenen Dach. Die werden sich auch noch an die Taschentücher gewöhnen, an die sich die meisten anderen schon klammern. Dafür genießen sie aber den freien Blick nach hinten. Denn die beiden Bügel, die im Fall eines Purzelbaums den Kopfraum freihalten, entfallen jetzt beim A3 Cabrio. Zwei vorgespannte Säulen sind vor dem Kofferraum im Auto versenkt und schießen bei einem Überschlag heraus.

Magnesium und Aluminium

Aber auch mit dem geschlossenen Dach schaut der A3 gut aus ­– wenn einem das zeitlose Audi-Design überhaupt gefällt. In 18 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h kann man das Verdeck öffnen und schließen. Elektro-hydraulisch wird das Gestänge aus Magnesium, Aluminium und Stahl bewegt.

Ein Stoffdach ist halt edler, finden die Kunden, verrät Audi. Nach hinten schaut man durch ein Glasfenster – aber auch wenn das nicht nach ein paar Jahren trüb und an den Falten brüchig wird, sieht man hinten nicht allzuviel hinaus. Wer auf Parksensoren verzichtet, darf sich auf eine baldige enge Freundschaft mit einem  Spengler freuen.

Der sollte sich dann bei einem gescheiten Rumpler auch gut mit Aluminium auskennen. Denn Audi setzt weiter auf Leichtbau, selbst wenn das bei einem Fahrzeuggewicht von über 1300 Kilogramm nicht gleich ins Auge sticht.

Leichtbau und Wachstum

Ändert man den Blickwinkel, fällt aber auf, dass der offene A3 um rund 50 Kilogramm abgespeckt hat, obwohl er in der Länge und in der Breite gewachsen ist.

Größer ist er, weil für das A3 Cabrio nun die Limousine als Basis herhielt. Das hat zudem den Vorteil, dass das Kofferraum-Volumen auf 320 Liter wächst und auch die Passagiere im Fond mehr Platz haben.

Da kommt noch was

Platz nach oben lässt Audi beim Marktstart noch, was die Motorenpalette betrifft. Das S3 Cabrio kommt nämlich erst Mitte nächsten Jahres, dann aber mit 300 PS und quattro-Antrieb.

Letzteren gibt es im Februar noch gar nicht. Der Allrad im 2.0 TDI kommt dann wohl ziemlich zeitgleich mit dem kleineren 1.6 TDI mit 105 PS im Frühling.

Bis dahin gibt es zwei 1.4 und einen 1.8 TFSI mit 125, 140 und 180 PS, wie den 2.0 TDI mit 150 PS. Auch wenn man ehrlich sagen muss, dass man 180 PS in einem Cabrio nicht braucht: Der Antrieb bringt die sonst fehlende Emotionen in das Auto und passt gut zur progressiven Lenkung.

Und die verhält sich zum A3 Cabrio wie der Staubzucker auf dem Vanillekipferl. (Guido Gluschitsch, DER STANDARD, 22.11.2013)

 

Link:
Audi

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Audi setzt beim A3 Cabrio weiterhin auf ein Stoffdach.
    foto: audi

    Audi setzt beim A3 Cabrio weiterhin auf ein Stoffdach.

  • Das lässt sich in 18 Sekunden öffnen und schließen.
    foto: audi

    Das lässt sich in 18 Sekunden öffnen und schließen.

  • Und das bis zu einem Tempo von 50 km/h.
    foto: audi

    Und das bis zu einem Tempo von 50 km/h.

  • Artikelbild
    grafik: der standard
Share if you care.