Es begann mit dem Krowotendörfel

25. November 2013, 05:30
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Wiens vielschichtige kroatische Verbindungen

Wien – Dass Kroatien nicht nur wegen seiner traumhaften Küste eines der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher ist, wird jedem klar, der dieses – lobenswerterweise zweisprachige – Buch auch nur überfliegt: Da hat sich einiges an Beziehungen und Verknüpfungen angesammelt in den fünf Jahrhunderten kroatischer Geschichte in Wien, und Josip Seršić hat es mit Akribie und Liebe zum Detail zusammengetragen.

Historisch, kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich führt seine Zeitreise vom "Krowotendörfel", dem heutigen Wiener Spittelberg, im 16. Jahrhundert zum regen Kulturleben der österreichischen Kroaten im Jahr 2013, da auch ihre alte Heimat EU-Mitglied wurde.

Interessant zu erfahren ist auch, bei wie vielen historischen Bauten Wiens Marmor oder anderer Stein aus dem Gebiet des heutigen Kroatien verwendet wurde, unter anderem im Rathaus (Feststiege). Vielleicht liegt darin ja ein Teil ­jener Kraft, welche die Wiener sommers zu Abertausenden an die dalmatinische Küste treibt. (jk, DER STANDARD, 25.11.2013)


Zur Info:

Josip Seršić, "Kroatisches Wien – Hrvatski Beč", Carl Gerold's Sohn ­Verlagsbuchhandlung, Wien 2013, € 35,–

 

  • Der Buchdeckel zeigt den kroatischstämmigen Bischof Leopold Kolonić mit Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg im Turm des Wiener Stephansdoms während der Türkenbelagerung 1683.
    foto: carl gerold’s sohn verlagsbuchhandlung wien

    Der Buchdeckel zeigt den kroatischstämmigen Bischof Leopold Kolonić mit Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg im Turm des Wiener Stephansdoms während der Türkenbelagerung 1683.

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