Adcon-Vorstand sieht Insolvenzgefahr

18. August 2003, 11:24
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Aufsichtsrat neu besetzt

"Es besteht die begründete Gefahr einer Insolvenz." So beschreibt Adcon-Vorstand Felix Primetzhofer laut einem Bericht des "Wirtschaftsblatt" (Freitagausgabe) auf der Hauptversammlung (HV) den Zustand des Klosterneuburger Herstellers von digitalen Funkübertragungssystemen. Im ersten Halbjahr hat Adcon 22,83 Mio. Euro Betriebsverlust (EBIT) bei bloß 4,61 Mio. Euro Umsatz verbucht. Der Schuldenstand liegt laut dem Bericht bei rund 1 Mio. Euro.

Kapitalmaßnahmen zur Rettung

Die HV hat daher Kapitalmaßnahmen zur Rettung des Unternehmens beschlossen: Einerseits hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine Wandelanleihe im Nominale von bis zu 2 Mio. Euro zu begeben, wie aus einer Ad-hoc-Mittteilung des an der Frankfurter Börse notierten Unternehmens von Freitag hervorgeht. Das dadurch der Gesellschaft zufließende Kapital soll als Zwischenfinanzierung die Liquidität sichern sowie die laufenden Sanierungsmaßnahmen finanzieren.

Die Wandelanleihe wird unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre begeben und als Privatplatzierung institutionellen Investoren angeboten.

Kapitalerhöhung beschlossen

Weiters hat die HV laut dem Zeitungsbericht eine Kapitalerhöhung beschlossen. Ob für die Wandelanleihe und Kapitalerhöhung schon Investoren gefunden seien, ließ Primetzhofer aber offen.

Außerdem wurde im Zuge der HV eine Neubesetzung des Aufsichtsrats fixiert: Der bisherige Vorsitzende Alexander Pachta-Reyhofen, Stellvertreter Christian Kleinferchner sowie Jakob Falkner haben ihr Mandat zurückgelegt. Neben Martin Hellweger, der dem Aufsichtsrat weiterhin angehören wird, wurden Norbert Frömmer, Susanne Niedhof, Klaus-Ernst Perfall sowie Jürgen Kohlhaas neu in den Aufsichtsrat gewählt.(APA)

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