Globalisierungskritiker: "Familientreffen" mit Bove

10. August 2003, 15:59
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Zusammenkunft zehntausender Aktivisten auf der südfranzösischen Larzac-Ebene bei Millau - Proteste gegen bevorstehenden WTO-Gipfel

Millau - Zu einem "Familientreffen" kommen Zehntausende Globalisierungsgegner sowie Kritiker eines sozialen Abbaus an diesem Wochenende auf der südfranzösischen Larzac-Ebene bei Millau zusammen. Am Freitagnachmittag strömten die ersten zu dem als lockere Begegnung mit Festcharakter, Musik und Debatten vorbereiteten "Larzac 2003". Die Organisatoren gehen von 50.000 bis 100.000 Teilnehmern aus.

Mit dem südfranzösischen Bauernführer und Aktivisten Jose Bove an der Spitze begannen die Globalisierungskritiker, über gentechnisch veränderte Nahrung, das in fünf Wochen anstehende Gipfeltreffen der Welthandelsorganisation (WTO) im mexikanischen Cancun sowie die Probleme armer Länder zu diskutieren. "Andere Welten sind möglich", lautet ihr auf T-Shirts verbreiteter Slogan. Der wegen gesetzwidriger Aktionen gegen "Gen-Fraß" und "Fast Food" inhaftierte Bove war rechtzeitig für dieses Rendezvous der Protestbewegung frei gekommen.

Für das Treffen unterschiedlichster Gruppen aus Landwirtschaft, Gewerkschaften und dem globalisierungskritischen Lager wurde eine symbolisch bedeutungsvolle Region südlich des Zentralmassivs gewählt. Denn vor genau 30 Jahren begann auf der Larzac-Hochebene eine breit angelegte Widerstandsbewegung gegen eine Ausdehnung des dortigen Militärgebiets. "Larzac" steht in den Augen der Protestbewegung der 68er Generation für eine erfolgreiche massenhafte Mobilisierung. (APA/dpa)

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    Jose Bove an diskutiert mit den Versammelten über gentechnisch veränderte Nahrung, das in fünf Wochen anstehende Gipfeltreffen der Welthandelsorganisation in Cancun sowie die Probleme armer Länder.

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