Fleck setzt auf Kooperationen

8. August 2003, 12:20
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Österreicher ist designierter Direktor der Hamburger Deichtorhallen

Hamburg - Der designierte Direktor der Hamburger Deichtorhallen, der Österreicher Robert Fleck, hält Kooperationen von Kunsthallen für unabdingbar. "In finanzknappen Zeiten wie heute können Ausstellungsstätten ihre Kosten damit extrem minimieren. Außerdem möchte ich die Deichtorhallen durch nationale und internationale Kooperationen als eines der drei großen Ausstellungshäuser in Deutschland wieder verstärkt präsent machen", sagte Fleck.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Schirn in Frankfurt/Main und dem Haus der Kunst in München sei bereits vereinbart. "Aber ich strebe auch Kooperationen mit bedeutenden Häusern wie dem Centre Pompidou in Paris an, um die Deichtorhallen international zu vernetzen", sagte Fleck, der sein Amt am 1. Januar 2004 antritt. Mit Frankfurt und München plane er gemeinsame Ausstellungen, die auch parallel gezeigt werden könnten: "Jedes Haus könnte zu einem übergreifenden Thema seinen eigenen Schwerpunkt setzen."

Ziel: "Internationales Haus der Fotografie"

Fleck nannte es eine immense Chance, dass die südliche Deichtorhalle demnächst als "Internationales Haus der Fotografie" die bedeutende Sammlung von Fotokunst des Hamburger Fotografen F.C. Gundlach beherbergen werde. Gundlach werde als Gründungsdirektor bis Ende 2005 das dortige Programm allein bestimmen. "Wir werden grundsätzlich jede fotografische Schau mit Ausstellungen bildender Kunst begleiten", kündigte Fleck an. Auch andere Fotografie-Sammlungen sollen dort einmal ihren Platz finden: "Es laufen bereits Gespräche."

Durch die digitale Revolution wird sich nach Meinung Flecks der Umgang der Künstler mit Material, Formen und Medien extrem verändern. "Die Deichtorhallen können ein Forum sein, diese Entwicklung zu begleiten." (APA/dpa)

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