Mobilfunk: Wiener Umweltanwaltschaft fordert Runden Tisch

18. August 2003, 11:24
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Mehr Mitsprache von Gemeinden und Betroffenen gefordert

Mehr Mitsprache von Gemeinden und Betroffenen im Zusammenhang mit Mobilfunkmasten und Elektrosmog forderten am Freitag die Wiener Umweltanwältin Andrea Schnattinger und Eva Marsalek von der Plattform Mobilfunk-Initiativen (PMI) bei einem Pressegespräch in Wien. Ein "Runder Tisch", an dem ein Gesetz zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung erarbeitet wird, solle im Herbst einberufen werden.

Minimierung der Belastungen

Die Bundespolitik habe auch im Telekommunikationsgesetz (TKG) 2003 verabsäumt, die Mitsprache der Gemeinden und Betroffenen zu verankern und die Mobilfunkbetreiber gesetzlich zur Minimierung der Belastung durch elektromagnetische Felder auf das für die Technologie erforderliche Minimum zu verpflichten," kritisierte Eva Marsalek. Die Umweltschützer kritisieren ferner "undemokratische Errichtungsmethoden ohne Mitgestaltungsmöglichkeit der Gemeinden und der Betroffenen".

"Nährboden für Zorn, Misstrauen und Angst"

Fehlende gesetzliche Verpflichtungen zur Immissionsminimierung würden einen "Nährboden für Zorn, Misstrauen, Angst, Ablehnung und Protest" bilden. Schnattinger forderte "solide Regelungen auf Bundesebene, die dem Vorsorgegedanken Rechnung tragen" und Lösungsmöglichkeiten an Ort und Stelle bieten würden. Am Donnerstag fand bereits eine erste Protestkundgebung vor dem Büro des Wiener Wohnbaustadtrats Werner Faymann statt, der WebStandard berichtete (APA/red)

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