Powell verstärkt Druck auf Israel wegen Sicherheitszauns

8. August 2003, 18:42
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Finanzhilfen könnten verringert werden

Washington - Der amerikanische Außenminister Colin Powell hat seine Kritik an Israel wegen des so genannten Sicherheitszauns an der Grenze zum Westjordanland verstärkt. Er drohte am Donnerstag damit, die Finanzhilfen der USA für Israel zu verringern, wenn die Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon den Verlauf des Zaunes nicht ändere. Bereits am Montag hatte ein US-Regierungsbeamter angedeutet, die USA könnten aus Protest ihre Finanzhilfen an Israel zurückschrauben.

Die US-Regierung hat sich hinsichtlich des Zaunes zumindest zum Teil den Einwänden der Palästinenser angeschlossen. Diese lehnen die 600 Kilometer lange Absperrung, die Israel derzeit um die palästinensischen Gebiete errichtet, strikt ab. Der Zaun verläuft streckenweise weit innerhalb des Westjordanlands. Aus israelischen Kreisen verlautete, Israel ziehe auf Druck der USA eine Änderung des Verlaufs in Betracht.

Die Palästinenser und die USA befürchten, dass Israel mit dem Zaun den endgültigen Grenzverlauf den für 2005 geplanten palästinensischen Staates vorweg nehmen wolle. (APA/AP)

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