"quadriga"-Preis an israelische und palästinensische Autorin

10. August 2003, 20:36
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"Werkstatt Deutschland" ehrte Grenzüberschreitung

Berlin - Für ihr gemeinsames Buch "Wir wollen beide hier leben. Eine schwierige Freundschaft in Jerusalem" erhalten die Israelin Odelia Ainbinder und die Palästinenserin Amal Rifa'i sowie die Berliner Journalistin Sylke Tempel den "quadriga"-Preis der "Werkstatt Deutschland". Das teilte der Rowohlt Verlag Berlin am Donnerstag mit, der das Buch im März veröffentlichte.

Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alljährlich am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Berlin vergeben. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur, durch "deren Mut Mauern gefallen und Grenzen überschritten worden sind".

Die 18-jährige Israelin und die gleichaltrige Palästinenserin kommen sich bei gemeinsamen Unternehmungen, in langen Gesprächen sowie in Briefen und E-Mails näher. Vorsichtig erkunden sie, was sie trotz aller Gegensätze miteinander verbindet. Tempel betreute die Veröffentlichung der Korrespondenz und ergänzte den Briefwechsel mit Hintergrundmaterial.

Der Jury gehörten unter anderem die früheren Präsidenten Michail Gorbatschow (Russland), Bill Clinton (USA) und Richard von Weizsäcker (Deutschland) sowie der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertsz und der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) an. (APA/dpa)

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