St. Pölten: Schornstein bei Spital hindert Hubschrauber

8. August 2003, 20:39
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Streit um Kosten der teuren Beleuchtung für das hohe Mauerwerk

St. Pölten - Ein Schornstein erhitzt derzeit - noch über die herrschenden Temperaturen hinaus - die Gemüter im Land-und im Rathaus zu St. Pölten: Das Mauerwerk, das aus einem Fabriksgebäude der Glanzstoffwerke ragt, steht den Rettungshubschraubern des ÖAMTC im Weg, die Patienten in das von der Stadt betriebene St. Pöltner Schwerpunktkrankenhaus fliegen.

Vor allem des Nachts führe das zu "gefährlichen Situationen", meint Spitalslandesrat Wolfgang Sobotka (VP). Der ÖAMTC habe bereits angekündigt, Rettungsflüge im Dunkeln aussetzen zu wollen. Also müssten auf dem Schornstein "rote Blinkleuchten" montiert werden. Auf Kosten der Stadt, wie er betont.

Dort jedoch besteht Vizebürgermeister Hans Kocevar (SP) darauf, einen Teil der Geldes für die rund 40.000 Euro teure Beleuchtung vom Land bezahlt zu erhalten. Weil "jene Patienten, die mit dem Hubschrauber kommen, nicht aus St. Pölten selbst, sondern aus dem ganzen Bundesland eingeflogen werden."

Auch warum Sobotka "gerade jetzt so einen Druck macht", will Kocevar nicht verstehen: "Der Schornstein steht schon seit 13 Jahren da, bisher hat es nie Probleme gegeben." (bri, DER STANDASRD Printausgabe 8.8.2003)

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