UN-Abrüstungskonferenz: Russland und China kompromissbereit

8. August 2003, 22:04
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Wettrüsten im Weltraum soll verhindert werden

Genf - In die stagnierende Arbeit der UN-Abrüstungskonferenz zum Thema Weltraum-Waffen kommt möglicherweise Bewegung. China und Russland hätten dabei Kompromissbereitschaft signalisiert, hieß es am Donnerstag bei den Vereinten Nationen in Genf. Sie seien bereit, sich einem überarbeiteten Vorschlag von fünf Mitgliedstaaten anzuschließen. Demnach soll zunächst ein Komitee über eine Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum verhandeln.

Sein Land wolle die Neufassung des Vorschlags der fünf Mitglieder zum Thema Weltraumwaffen annehmen, sagte der chinesische Botschafter Hu Xiaodi. China hoffe, dass sich andere Teilnehmer anschließen und die Konferenz damit so bald wie möglich eine substanzielle Arbeit aufnehmen könne. Auch Russland kündigte an, sich einem Konsens auf Basis der Vorschläge anschließen zu wollen. Moskau hätte allerdings ein Verhandlungsmandat für die Abrüstungskonferenz zum Thema Weltraumwaffen anstelle einer Diskussion durch ein Komitee bevorzugt, sagte der russische Botschafter Leonid Skotnikow.

Forderung nach Weltraum ohne Waffen

Zum Auftakt der dritten Runde der UN-Abrüstungskonferenz in diesem Jahr hatten beide Länder am Donnerstag vergangener Woche ihre Forderung nach einem Weltraum ohne Waffen bekräftigt. Schon zum Auftakt hatte aber China nach Angaben von Beobachtern nicht auf einem konkreten Verhandlungsmandat für die Konferenz zum Thema Weltraumwaffen beharrt.

Für die UN-Abrüstungskonferenz ist es schwierig, zu einer Einigung zu kommen, da alle Entscheidungen im Konsensverfahren getroffen werden müssen. Die Konferenz ist immer wieder daran gescheitert, dass sich die Mitglieder auf keine Tagesordnung einigen konnten. Die neue Beratungsrunde der insgesamt 65 Mitgliedstaaten läuft bis Mitte September. (APA/dpa)

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