IBM Software Group präsentiert Halbjahresziele

15. August 2003, 11:46
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Neuer Geschäftsführer setzt auf KMU

Die Software Group von IBM Österreich hat ihre Ziele für das zweite Halbjahr präsentiert, die trotz des weiterhin schwierigen Marktes realisiert werden sollen. Dabei besteht die Absicht, den Anteil der Klein- und Mittelbetriebe am Umsatz von 20 auf 25 Prozent zu steigern, wie das Unternehmen heute, Donnerstag, in Wien im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben hat. Während Big Blue die Application Software seinen Partnern überlässt, will der Konzern im Bereich der Middleware die Nummer eins werden. Weiters hat IBM vor, den Markt für Application Server für sich zu gewinnen, wobei die Produkte auf Java-Plattformen basieren sollen, da das Unternehmen der Ansicht ist, dass diese zukünftig dominieren werden.

Konzentration auf Express-Produkte

Im Mittelpunkt steht ebenso eine vermehrte Konzentration auf Express-Produkte, wie Josef Kröbmannsberger, der mit Juli die Leitung der Software Gruppe in Österreich übernommen hat, verdeutlicht: "Mit den maßgeschneiderten Express-Softwareprodukten wollen wir noch stärker Mittelstandsunternehmen ansprechen". Angestrebt wird auch eine problemlose Integration von Rational Software, das vor kurzem von IBM übernommen worden ist, wie. Rational arbeitete zuvor schon lange mit IBM zusammen und soll dessen Spektrum im Bereich Software Development Environment erweitern.

Diese Ziele will IBM vor dem Hintergrund der anhaltend schlechten Marktbedingungen verwirklichen, in denen laut Kröbmannsberger die Anforderung besteht, die Kosten zu kürzen aber gleichzeitig gegenüber den Konkurrenten an Boden zu gewinnen. Die IBM Software Group, die in Österreich mit 70 Mitarbeitern vertreten ist, stellt heute weltweit hinter Microsoft das zweitgrößte Software-Unternehmen dar. Der Bereich erwirtschaftet ein Drittel des Konzerngewinns.(pte)

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