Grüne Eisenbahner warnen vor Hetzkampagne

11. August 2003, 16:38
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Regierung arbeite mit "falschen bzw. halbwahren Zahlen"

Wien - "Was sich in den vergangen Tagen in Bezug auf die Beschäftigten der ÖBB abspielt, ist eine beispiellose Hetzkampagne. Was muss sich in den Hirnen jener abspielen, die mit solchen Mitteln auf eine Berufsgruppe losgehen", entrüstete sich am Mittwoch der Bundessprecher der Grünen und Unabhängigen EisenbahnerInnen, Anton Hedenig, in einer Aussendung.

Weiters wirft er der Regierung vor, mit "falschen bzw. halbwahren Zahlen" zu arbeiten und rechnet vor: In dem von der Regierung genannten 4,4 Mrd. Euro jährlichen Zuschussbedarf an die ÖBB seien 1,2 Mrd. Euro Pensionsleistung, die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen wie Schülerfreifahrten in Höhe rund 600 Mio. Euro, ferner 1,3 Mrd. Infrastrukturbeitrag des Bundes und rund 1 Mrd. Euro für den Neu- und Ausbau von Bahnstrecken enthalten.

Hedenig: "Wir fordern die verantwortlichen Politiker auf, sich für eines der wichtigsten Unternehmen Österreichs stark zu machen. Oder will man 200 Millionen Fahrgäste und 90 Millionen Tonnen Güter von der Schiene auf die Straße verlagern - mit allen Konsequenzen?" (APA)

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