OM-Trainer Perrin: "Diese Austria kann uns gefährlich werden"

11. August 2003, 12:31
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Franzose sah sich Austria im Spiel gegen Mattersburg aus der Nähe an

Wien - Alain Perrin, Trainer von Olympique Marseille, befand sich am Mittwoch Abend im Horr-Stadion unter den Zuschauern des T-Mobile-Bundesligaspiels Austria Wien und SV Mattersburg (3:0). "Ich habe eine solide Mannschaft gesehen", fasste der "Spion" aus Frankreich seine Eindrücke über die Violetten in einem Satz zusammen.

Janocko, Vastic und Wagner im Blickpunkt

Perrin, der sich während des Spiels fleißig Notizen und dazu auch Zeichnungen in seinem dicken Block machte, harrte bis zum Schlusspfiff aus und machte sich erst dann auf dem Weg zum Flughafen, wo er am Donnerstag an der Cote d'Azur wieder das OM-Training leitete. "Austria hat zu Zehnt besser gespielt als komplett", meinte der 46-Jährige, der der violetten Abwehr Stabilität und dem Mittelfeld technisches Format bescheinigt. Namentlich erwähnte der "Spion" das Trio Janocko, Vastic, Wagner, das sehr gut harmoniert habe.

"Diese Austria kann uns gefährlich werden"

"Natürlich kann uns diese Austria gefährlich werden. In zwei Mal 90 Minuten ist alles möglich. Es treffen zwei Mannschaften mit gleichen Chancen aufeinander", antwortete Perrin auf die Frage, ob der Dritte im Land des Europameisters für die bevorstehende Duelle in der Champions League-Qualifikation am 13. August in Wien bzw. zwei Wochen später in der Hafenstadt Favorit sei. Als Nachteil seiner Mannschaft, die sich wie jene der Austria aus vielen neuen Spielern zusammensetzt, werte Perrin den Zeitpunkt der beiden Treffen.

Gemeinsames Tarining seit 15 Tagen

"Etliche meiner Akteure trainieren erst seit 15 Tagen gemeinsam, für uns kommt der Europacup zu früh. Uns fehlt es noch an Harmonie, Abstimmung, am Taktischen und Körperlichen. Wir haben noch zu wenige Spiele absolviert, befinden uns noch in der Vorbereitung ab", gesteht der Marseille-Trainer, der von der Öffentlichkeit unter großem Druck steht. "Das stimmt, aber die Öffentlichkeit schießt nicht die Tore", meinte er dazu.

Gegenbesuch von Joachim Löw

Die Südfranzosen bekommen schon am Freitag (20.45 Uhr) Gegenbesuchaus Wien. Joachim Löw wird Olympique in der zweiten Runde derfranzösischen Meisterschaft im mit 60.000 Zuschauern bereitsausverkauften Stade Velodrome gegen AJ Auxerre abermals unter die Lupe nehmen. Der Deutsche hatte schon die Auftaktpartie auswärts gegen EA Guingamp und den 1:0-Sieg der Gäste gesehen.(APA)

  • Perrin sah eine "solide Austria".

    Perrin sah eine "solide Austria".

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