EU-Erweiterung: Österreicher fürchten um Jobs

8. August 2003, 16:02
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Deutliche Mehrheit erkennt in Beitritt der Nachbarn eine Gefahr für den heimischen Arbeitsmarkt

Wien - Eine Mehrheit der Österreicher sieht in der EU-Erweiterung eine Gefahr für den österreichischen Arbeitsmarkt, ihren eigenen Arbeitsplatz sehen aber nur die Wenigsten als gefährdet an. Dies ergab eine im Juli durchgeführte Umfrage der österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), die am heutigen Donnerstag in Wien präsentiert wurde. Am stärksten begrüßen die Österreicher demnach den Beitritt Ungarns und Sloweniens. Die Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft Österreichs ist seit Juli 2000 von 80 auf 72 Prozent gesunken.

65 Prozent der Österreicher fürchten, dass durch die EU-Erweiterung Arbeitsplätze in Österreich verloren gehen werden, das sind um acht Prozent mehr als im Oktober 2001. Besonders gestiegen ist der Anteil derer, die viele Arbeitsplätze gefährdet sehen (von 24 auf 36 Prozent). Lediglich 31 Prozent (Oktober 2001: 39 Prozent) gaben an, dass die EU-Erweiterung so gut wie keine Arbeitsplätze in Österreich bedrohe. Allerdings sagten 78 Prozent der Befragten, dass eine Gefährdung ihres eigenen Arbeitsplatzes unwahrscheinlich sei.

Die Erweiterung der EU um die Nachbarländer Österreichs sowie um Polen wird von einer Mehrheit der Befragten positiv oder neutral gesehen. (APA)

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