Swatch leidet unter schwierigem Marktumfeld

10. August 2003, 20:26
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Hayek: "Sars hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht" - Aktien unter Druck

Zürich - Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat laut Konzernchef Nick Hayek ein schwieriges zweites Quartal 2003 hinter sich. Im Juli zeichnete sich eine Erholung ab, sagte Hayek in einem am Donnerstag vorab verfügbaren Interview der Wirtschaftszeitung "Cash". Eine Prognose für das zweite Halbjahr wollte er aber nicht wagen.

Das Unternehmen wollte auf Anfrage zu dem Artikel nicht Stellung nehmen. An der Börse sanken die Swatch-Inhaberaktien zur Eröffnung vorübergehend knapp vier Prozent, erholten sich vom Tief bei 118,25 Franken aber wieder und notierten gegen Mittag noch um 2,4 Prozent schwächer bei 120 Franken (78,2 Euro). Die Namenaktien büßten zwei Prozent auf 24,50 Franken ein. Der Gesamtmarkt tendierte 0,6 Prozent tiefer.

Sars hat uns Strich durch die Rechnung gemacht

Hayek sagte in "Cash", dass sich Swatch in der zuletzt gebeutelten Luxusgüterbranche immer noch recht gut behaupte und wahrscheinlich Marktanteile gewinne. Die Monate April, Mai und Juni seien aber sehr schwierig gewesen. "Vor allem die Lungenseuche Sars hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Man hatte das Gefühl, dem Markt sei schlagartig der Sauerstoff entzogen worden", sagte er. Im Juli hätten sich die Geschäfte einigermaßen erholt und es sei eine wachsende positive Tendenz zu beobachten. "Eine Prognose über die für unser Geschäft entscheidende zweite Jahreshälfte kann ich aber nicht stellen, die Unwägbarkeiten sind einfach zu groß", so Hayek.

Für den Swatch-Chef sind, um den relativ neuen Schmuckbereich abzurunden, Akquisitionen durchaus denkbar. "Es ist ganz klar, dass eine feine Schmuckmarke gut in unser Portefeuille passen würde", sagte er.

Der Swatch-Konzern, zu dem Luxusuhrenmarken wie etwa Breguet, Blancpain oder Omega gehören, will am 21. August das Halbjahresergebnis veröffentlichen. Im Mai hatte Hayek gesagt, dass die Verkäufe in den ersten vier Monaten in lokalen Währungen gestiegen seien.

2002 hatte Swatch mit einem leichten Umsatz- und Gewinnrückgang auf 4,10 Mrd. Franken beziehungsweise 494 Mio. Franken abgeschlossen.(APA/Reuters)

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