Schmetterlinge verlassen Afrika

13. August 2003, 12:27
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Die Insekten aus dem Süden zieht es in den Norden - eine Nebenwirkung der Warmwetterperiode

Hannover - Die andauernde Warmwetterperiode hat nach Erkenntnissen von Experten auch Einfluss auf die Tierwelt. "In Afrika und am Mittelmeer beheimatete Schmetterlingsarten wie der Wanderfalter Taubenschwänzchen oder auch der Diestelfalter sind in den vergangenen Wochen mit der südlichen Strömung über die Alpen bis an die Elbe gekommen", sagte Ingo Ludwichowski vom Naturschutzbund (NABU) Schleswig-Holstein am Donnerstag.

Als dauerhafte Gäste werden sich die Schmetterlinge allerdings nicht niederlassen, meinte Ludwichowski. Die erst im Frühjahr geschlüpften Insekten vermehren sich demnach im Norden nicht. Ob die Falter also auch im nächsten Jahr nach Deutschland kommen, wird wieder von den Wetterverhältnissen abhängen.

Seidenreiher wagt sich in den Norden

Bei den Vögeln wagt sich inzwischen der südeuropäische Seidenreiher in den Norden. Doch auch einheimische Arten wie Enten und Singvögel freuen sich über die angenehmen Temperaturen. Die Brutbedingungen seien für sie ideal gewesen, sagte Ludwichowski.

Nur den kleinen, stechenden Plagegeistern ergeht es derzeit schlecht. "Die Mücken sind in der Insektenwelt eine der wenigen Arten, die unter der Hitze leiden" sagte Ludwichowski. Sie können ihre Eier in den ausgetrockneten Kleingewässern nicht ablegen und sich daher nur schlecht vermehren. (APA/dpa)

  • Ein Distelfalter macht es sich auf einer Distel gemütlich.
    derstandard.at

    Ein Distelfalter macht es sich auf einer Distel gemütlich.

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